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Hacker kündigt Jailbreak für das iPad an

29.03.2010 | 06:54 Uhr |

Eine neuer Jailbreak für iPhone und iPod Touch soll auch auf das iPad anwendbar sein, kündigt der Hacker George Hotz an.

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© Apple

Der iPhone-Hacker George Hotz, alias "Geohot", kündigte in seinem Blog an, dass seine neue Jailbreak-Methode für iPhone und iPod Touch auch auf dem iPad funktionieren sollte. Die neue Methode soll genauso einfach einsetzbar sein, wie der Vorgänger blackra1n auf dem iPhone. Neben Hotz soll auch das Hacker Team "Chronic Dev" an einer iPad-Version ihrer Jailbreak-Anwendung greenpois0n arbeiten. Hotz hat für sein neues Jailbreak-Programm keinen Auslieferungs-Termin genannt und schweigt sich auch darüber aus, ob es auf iPhones mit dem aktuellen Betriebssystem iPhone-OS 3.13 erfolgreich eingesetzt werden kann.

Nach einem Jailbreak kann auf einem Apple Gerät wie dem iPhone, iPod Touch oder demnächst dem iPad beliebige, nicht von Apple autorisierte, Software aufgespielt werden, wie zum Beispiel neue Themen für die Benutzeroberfläche oder Spiele aus nicht offiziellen App-Stores. Der Seiteneffekt: Um fremde Spiele zu installieren, werden alle eingebauten Sicherheitsvorkehrungen des Gerätes ausgehebelt. Bei jedem folgenden Firmware-Update von Apple riskiert der Anwender, sein Gerät völlig unbrauchbar zu machen.

Die ursprünglichen Jailbreak-Programme wie zum Beispiel backra1n oder Redsn0w für iPhone und iPod Touch scheiterten schließlich am Update iPhone-OS 3.1.3, das die meisten dieser Fremd-Anwendungen wieder deaktivierte. Die folgende Generation von Jailbreak-Programmen, den sogenannten tethered jailbreaks , benötigte eine Computer-Verbindung, um nach der Installation das Gerät neu zu booten. Der Nachteil liegt auf der Hand: Bei jedem folgenden Neustart des Gerätes muss es wiederum mit dem Computer verbunden sein, oder der Jailbreak ist wieder außer Kraft gesetzt. Blackra1n von Hotz benötigte für den Jailbreak der neuen iPhone-Modelle, die Apple mit einem neuen Boot-ROM seit Oktober auslieferte, eine Computer-Verbindung bei jedem Neustart, will mittlerweile angeblich aber dieses Problem mit der neuen Software gelöst haben.

Ob der Jailbreak auf dem iPad funktioniert oder nicht wird sich erst nach der Auslieferung des Gerätes Anfang April zeigen, aber was erhoffen sich Anwender davon? Das Aufspielen von neuen Themen, Entfernen von Apple-Standardprogrammen, die normalerweise nicht löschbar sind, oder der Einsatz von Wi-Fi-Detektoren , d. h. iPhone-Anwendung, die kürzlich aus dem offiziellen iPhone-App-Store verbannt wurde. Gleichzeitig darf jedoch eine Flut von neuen Programmen für das iPad aus Apples App-Store erwartet werden, so dass die Anwendung von Jailbreak bei dem Sicherheitsrisiko letztendlich einfach nur fraglich ist.

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