Lange ist es her, dass der letzte funktionierende Jailbreak herauskam. Zuletzt konnte man unter iOS 5.1.1 die Geräte mit dem Tool Absinthe aufsperren. Seit der Veröffentlichung von iOS 6 im Herbst und dem Verkaufsstart des iPhone 5 ist es um die Jailbreaker-Gemeinde still geworden.
Bis das iPhone 4S mit iOS 5 herauskam, glich es noch einer Demütigung für Apple seitens der Jailbreaker: Kaum war eine neue Version von iOS veröffentlicht, folgte Tage oder gar nur Stunden später eine funktionierende Version des Knack-Tools. Das lag daran, dass die Hacker bei den älteren Geräten (mit A4-Prozessor und älter) einen sogenannten Bootroom gefunden haben – eine Schwachstelle im Code, der den Prozessor starten lässt. Bei dieser Lücke war es schließlich egal, welche Version der Software darauf läuft, nach einer kleinen Anpassung war das iOS-Gerät wieder knackbar.
Evasi0n - Jailbreak fürs iPhone 5 und iPad Mini
Lange musste man auf das Jailbreak warten. Das Tool kann man auf der Webseite der Entwickler evasi0n.com herunterladen.
Das iPad Mini ist jetzt auf iOS 6.1 aktualisiert. Falls Sie das noch nicht getan haben, bitte die Aktualisierung über iTunes, nicht per WLAN tätigen.
Vor dem eigentlichen Jailbreak empfehlen wir Ihnen, ein Backup aller Daten zu machen.
Sicher ist sicher...
Noch ein Vorbereitungsschritt: Code Sperre deaktivieren.
Nur auf eigene Gefahr: Ein Jailbreak hebelt alle Sicherheitsmechanismen des iOS wie beispielsweise Code-Sperre aus.
Auf der Seite evasi0n.com kann man sich die jeweilige Version des Jailbreaks herunterladen.
Ein Klick auf die gleichnamige App startet den Vorgang.
Unser iPad Mini ist an den Mac angeschlossen, das Programm hat das Gerät richtig erkannt.
Jetzt kann man nur warten. Bei unserem Test-Jailbreak hat der ganze Vorgang rund fünf Minuten gedauert.
Andere Programme müssen jetzt ruhen. Mit dem neu geöffneten Tab in Safari hatte sich die Jailbreak-App verabschiedet. Wir müssten von vorne beginnen.
Noch ein bisschen warten...
Evasi0n verträgt sich nicht so richtig mit iTunes - Der Musik-Player von Apple muss man beenden.
Xcode ist auch während des Vorgangs unerwünscht.
Fast ist es geschafft. Jetzt ist das iPad Mini an der Reihe.
Die Jailbreak-App muss man nur einmal antippen. Sie schließt sich danach gleich wieder.
Dagegen zeigt die Mac-App, dass das Jailbreak fast fertig ist.
Bei solcher Fortschritt-Anzeige kann man das iPad Mini vom Mac ruhig trennen.
Cydia heißt der alternative App Store.
Wir melden uns dort als Benutzer an.
Jetzt kann man dort ruhig ein bisschen stöbern.
Zumindest mit iOS 6 und neueren Geräten wie dem iPhone 5 hat sich die Lage allerdings deutlich verändert.
Zum einen ist es Apple und seinen iOS-Entwicklern zu verdanken, dass die letzte Betriebssystemversion für iPhones und iPads bis vor kurzem unantastbar war. Über zweihundert Sicherheitslücken konnten die Entwickler mit der neuen Version schließen. Dazu kommen Verbesserungen bei der Speicherverwaltung: Den Programmen werden ständig neue Adressen im Hauptspeicher zugewiesen, was Sicherheitslücken (zumindest teilweise) verhindert.
So hatten im Herbst 2012 zwei Mitglieder des aktuellen Jailbreak-Teams, David Wang (@planetbeing) und Eric McDonald (@musclenerd) gepostet, dass es immer schwieriger wird, Lücken im iOS-Code zu finden. Dazu kommt noch, dass ein funktionierender Jailbreak für die Endnutzer mehrere solcher Schwachstellen voraussetzt.
Kurz nach Neujahr ging eine digitale Petition an Apple #WeWantAnOpenIOS – man könnte meinen, eine Kapitulation im Lager aller Jailbreaker. Der Hash-Tag war kurz danach in Trending Topics auf Twitter, eine Weile später meldete sich David Wang wieder auf Reddit und behauptete, ihm sei ein Jailbreak für das iPhone 5 unter iOS 6.0.2 gelungen. Am Wochenende soll dieser veröffentlicht werden – mittlerweile hat Apple jedoch iOS Version 6.1 veröffentlicht.
Ab heute steht aber wie versprochen das neue Aufbrechtool Evasi0n vom Jailbreaker-Team allen Nutzern kostenlos zur Verfügung.










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