938979

Jammin' Racer: Rennsau ohne Tuning

15.07.2005 | 15:11 Uhr |

Jammin' Racer ist ein Renn-Arkadespiel allererster Güte: so schnell wie möglich heißt es durch insgesamt 24 Tracks zu rasen und dabei möglichst wenig Fehler zu machen.

Sagen wir es gleich zu Beginn: Wer gern an seinen virtuellen Rennautos schraubt, Form und Aussehen der Spoiler sowie den Härtegrad seiner Stoßdämpferfedern selbst auswählt, der ist mit Jammin' Racer falsch beraten. In dem bunten und witzig gemachten Raserspiel geht es um nichts anderes als Tempo und damit seine Runden so schnell wie möglich hinter sich zu bringen - schneller jedenfalls als die Konkurrenz. Wobei man mit nur wenig Übung in allen drei Schwierigkeitsgraden (Jammin', Wacky und Turbo Driver), die sich lediglich durch den Geschwindigkeitspegel der Flitzer unterscheiden, schnell die Autoschnauze vorn hat. So hatten wir recht bald die ersten auch in der Demo erhältlichen Cups gewonnen und mit der Zeit die restlichen vier freigeschaltet - insgesamt gibt es in den sechs Cups jeweils vier Strecken zu bewältigen, also insgesamt 24 Tracks. Für die Plätze von 1 bis 6 gibt es jeweils Punkte, nur wer in der Gesamtwertung vorn liegt, schafft es, einen weiteren Cup und neue Autos frei zu schalten.

Rastlos vom Dinoland auf den Weltraummond

Jedes Pokalrennen folgt dabei einer thematischen Gestaltung, wie etwa Fahren am Strand, in der Wüste, im Jurassic-Land oder auch auf einem Mond im Weltraum. Bei letzterem kann man per Sprungschanzen so richtig abheben - Spaß pur! Auch das Brettern durch nächtlich beleuchtete Städte macht Riesenspaß. Wer so richtig schnell sein will, fährt dabei über gelb markierte Turbobeschleuniger auf der Strecke oder sammelt gelegentlich auftauchende Sterne auf, die uns per Control-Taste mächtig nach vorn bringen - die Konkurrenz freilich leider auch. Ansonsten steuert man sein Rennauto im Singleplayer-Modus einfach per Pfeiltasten, die Steuerung ist anpassbar. Auch Gamepads und Lenkräder unterstützt das Game. Mehr als Gas zu geben, nach links und rechts zu steuern sowie gelegentlich abzubremsen, gibt es aber ohnehin nicht zu tun. So rast man die unterschiedlich langen Strecken vor sich hin - bei allem Need for Speed gilt es jedoch zu beachten, nicht allzu oft in den Leitplanken oder Streckenhindernissen hängen zu bleiben, denn das kostet "Gesundheit", dargestellt durch Schraubschlüssel im Bild. Hat man alle verloren, darf man für die Reparatur erst mal kurz warten, während die anderen Rennteilnehmer an uns vorbei flitzen. Zum Glück gibt es unterwegs Reparatursymbole aufzusammeln, die den Totalcrash verhindern können.

Auch das Anrempeln der anderen Flitzer kostet Schraubschlüssel, also quasi die "Gesundheit" unseres Autos. Gemeiner Weise ist die künstliche Intelligenz der Computer-Schumis aber schlau und dreist genug, uns von der Bahn drängen zu wollen, was ebenfalls Schaden am Auto verursacht.

Um auf die Vorbemerkung zurückzukommen: Einstellungen am Auto sind zwar möglich, was etwa Farbe, Muster sowie Modelle betrifft, und die Auswahl des Fahrers aus einem Sortiment von Piloten ist ebenfalls erlaubt - einschließlich unserem Favoriten, dem rasenden Hund. Einfluss auf den Rennverlauf hat das alles aber nicht. Es bleibt dabei: kontrolliertes Vollgas ist der beste Weg zum Ruhm. Was auf den 24 Runden, abwechslungsreich gestalteten Strecken durchgängig Spaß macht. Bis man das Geschehen in allen Geschwindigkeitsklassen mühelos beherrscht. Spätestens dann wünscht man sich weitere Herausforderungen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
938979