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Januar: Kleiner Mac und große Ankündigungen

23.12.2005 | 10:00 Uhr |

Der Mac-Jahr beginnt mit einem Paukenschlag: Mit dem Mac Mini zielt Apple auf Switcher ab, die von Windows und Virenalarm die Nase voll haben – und alle, die viel Mac für wenig Geld haben wollen. Wenige Tage später überrascht Apple Deutschland mit einer Personalie – nur das Finanzamt überrascht Mac-Anwender gar nicht: Der erste Teil unseres Jahresrückblicks auf 2005.

Kaum größer als ein Stapel von fünf CD-Hüllen – und doch ein ganzer Mac: der neue Mac Mini.
Vergrößern Kaum größer als ein Stapel von fünf CD-Hüllen – und doch ein ganzer Mac: der neue Mac Mini.

San Francisco, 11. Januar. Apple kann auch anders, nämlich klein und günstig. Das beweist Apple-Chef Steve Jobs am 11. Januar. Auf der „Hausmesse“, der Macworld Expo in San Francisco stellt er den Mac Mini vor, den ersten Mac für unter 500 Euro. Der Baby-Mac ist ein Quader von 16,5 cm Kantenlänge und fünf Zentimeter Höhe, ist in gebürstetes Aluminium gefasst und hat alles, was Privat- und Büroanwender brauchen, gegen Aufpreis sogar eine Airport-Karte und ein Bluetooth-Modul, die 100 Euro teurere Variante mit 1,42 (statt 1,25) GHz-G4-Prozessor sogar ein Superdrive und eine mit 80 Gigabyte doppelt so große Festplatte.

Die Begeisterung, die die Besucher in San Francisco erleben, erfasst von Kalifornien aus die gesamte digitale Welt. In der IT-Branche ist der Mac Mini für Tage das Top-Thema – er ist der Computer für die iPod-Generation, sind sich die Experten einig. Und noch etwas eint die Beobachter: Nach dem iMac von 1998 ist dieser Schritt in den Consumer-Markt der viel bedeutendere, denn er spricht konsequent auch die Benutzer der Windows-Welt an, die im vergangenen Jahr 2004 eine Virenattacke nach der anderen über sich ergehen lassen musste. „Bring your own“, so umschreibt Jobs das Konzept hinter dem Mac Mini: keine Tastatur, keine Maus und natürlich auch kein Display sind im Lieferumfang dabei, der Mini-Käufer kann über die USB-Ports seine vorhandenen Zusatzgeräte anschließen. Und das erklärt natürlich auch den günstigen Preis. Noch im April jammern die deutschen Mac-Händler, sie könnten viel mehr Mini-Macs verkaufen, wenn Apple denn auch die Stückzahlen liefern könnte, im Sommer ist bereits jeder dritte verkaufte Desktop-PC von Apple ein Mac Mini.

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