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Jeder Zweite weiß nichts über Nanotechnologie

23.11.2004 | 13:42 Uhr |

Jeder zweite Deutsche kann nichts mit dem Begriff «Nanotechnologie» anfangen. Dies ergab eine repräsentative Umfrage der komm.passion GmbH, die am Dienstag beim internationalen Symposium «Nanofair 2004» in Karlsruhe vorgestellt wurde.

Nur jeder Zehnte der 1000 Befragten hält Nanotechnik für riskant, jeder Dritte sieht darin weder Risiken noch Chancen. «Wir Wissenschaftler sehen die Chancen im Vordergrund», sagte der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Karlsruhe, Manfred Popp. Risiken wie etwa mögliche Krebsgefahren dürften aber nicht unterschätzt werden.
Die Nanowissenschaften befassen sich mit der Herstellung und Untersuchung von Strukturen, die rund zehntausendfach kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haars. Ein Nanometer (von griechisch «nanos», Zwerg) entspricht einem millionstel Millimeter. Die extreme Verkleinerung führt zu neuen Eigenschaften, die für viele technische und medizinische Anwendungen interessant sind.
Experten sehen darin eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, Deutschland spielt eine führende Rolle. Mit Produkten, die auf Nanotechnologie beruhen, werden nach Angaben des Forschungszentrums schon heute weltweit 30 Milliarden Euro umgesetzt. Dazu gehören Festplatten von Computern, Sonnencremes mit hohem UV- Schutz und Schmutz abweisende Oberflächen von Duschkabinen.
«Mit der Nanotechnologie können wir die Moleküle manipulieren», sagte Wolfgang Stöffler vom Bundesforschungsministerium. «Biologie, Physik und Chemie wachsen dabei zusammen.» Nach Ansicht Stöfflers sind 90 bis 95 Prozent aller Anwendungsbeispiele risikolos: «Es ist daher nicht angemessen, Risiken und Chancen gleich zu bewerten.» Das Symposium «Nanofair» findet seit 2002 im jährlichen Wechsel in Straßburg, Dresden und Karlsruhe statt.

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