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Jenoptik übernimmt Sinar komplett

26.04.2007 | 15:31 Uhr |

Der deutsche Jenoptik-Konzern, bereits im Besitz von 51 Prozent der Anteile an Sinar, hat den Schweizer Hersteller von Profi-Kameras nun komplett übernommen. Jenoptik will dadurch seinen Marktanteil bei den Mittelformat-Kameras ausbauen.

Mit der Übernahme der restlichen 49 Prozent der Aktienanteile an der Sinar AG ist das Schweizer Traditionsunternehmen nun eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Jenoptik in der Sparte Laser & Optik. Am Donnerstag hat der Verwaltungsrat der Sinar AG der Anteilsübernahme zugestimmt. Über den Kaufpreis, den Jenoptik an die Gründerfamilie Koch bezahlt, wurde Stillschweigen vereinbart. Bereits 2005 hatte Jenoptik einen 51-Prozent-Anteil an Sinar übernommen. Eine Weiterveräußerung an Leica scheiterte jedoch Ende 2006. Daraufhin hat sich Jenoptik nun offenbar zur Komplettübernahme entschlossen.

Sinar beschäftigt etwa 50 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz im schweizerischen Feuerthalen. Wie es in einer Erklärung von Jenoptik heißt, wird Sinar eigene und von Jenoptik gemeinsam mit Partnern entwickelte professionelle Kameras- und Kameramodule vermarkten. Ziel der Komplettübernahme soll es laut Angaben von Jenoptik sein, Sinar als "führenden Systemanbieter in der Spitzengruppe der weltweiten Anbieter für die professionelle digitale Fotografie" zu etablieren. Jenoptik möchte also nur allzu gerne seinen Marktanteil bei den digitalen Mittelformatkameras ausbauen.  

Mittelformatkamera HY6 kommt im Juni

Eine von Jenoptik zusammen mit Partnern entwickelte Mittelformatkamera soll im Juni unter der Beuzeichnung Sinar Hy6-System auf den Markt kommen. Auf der Photokina 2006 wurde die Hy6 zum ersten Mal vorgestellt. Derzeit ist sie nach Angaben von Jenoptik die einzige moderne 6x6-Mittelformatkamera und damit schon für zukünftige höchstauflösende Sensorformate vorbereitet. Den weltweiten Vertrieb des Highend-Modells übernimmt Sinar. Das Sinar Hy6-System ermöglicht sowohl digitale als auch analoge Aufnahmen bei freier Wahl des Formats 6x6 oder 4,5x6. Da die HY6 als offenes System konzipiert wurde, erlaubt sie die Verwendung digitaler Rückteile unterschiedlicher Hersteller. (Jörg Reichertz, fototools.de ) (Quelle: Dieser Artikel ist auf fototools.de erschienen, dem Online-Magazin für digitale Fotografie)

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