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Jetzt auch in Google Earth: Hamburg in 3D

09.08.2007 | 10:30 Uhr |

Nach Dresden und Berlin steht nun auch die Hansestadt Hamburg auf Google Earth für einen virtuellen Rundgang bereit. Ein halbes Jahr später als geplant beginnt der virtuelle Lauf über den Jungfernstieg und die Landungsbrücken, dafür soll die Darstellung aber mit besonderer Detailschärfe glänzen.

Google Earth Logo
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Die für die Umsetzung verantwortlichen Firmen Hamburg@work und CyberCity betonen, dass - im Gegensatz zu den 3D-Lösungen anderer deutscher Städte - der virtuelle Stadtplan der Metropole an der Alster, ohne so genannte KMZ-Dateien auskommt. Damit bedarf es keiner zusätzlichen Installationen seitens des Benutzers, die aktuelle Version von Google Earth reicht aus.

Dies bringe aber nicht nur Vorteile mit sich, wie Spiegel Online berichtet: Durch die Portierung der Daten auf die Google-Server galt es, technische Hürden zu überwinden, da laut Beatrice Föhles, Geschäftsführerin von Hamburg@work, solch große Datenmengen bisher noch nicht auf Google-Earth-Servern integriert wurden. Anders als bei den Berlin- und Dresden-Projekten, die eigene Server verwendet, habe die Aufbereitung der Daten habe deswegen einfach länger gedauert.

Doch nicht nur der aufwendige Datentransfer sorgte dafür, dass Hamburg 3D mit einem halben Jahr Verzögerung fertig wurde - eigentlich sollte die Metropole die erste in Google Earth sein. Laut Föhle ließen auch Copyright-Probleme das ehrgeizige Projekt zunächst ins Stocken geraten, da die verwendeten 3D-Gebäudedaten größtenteils vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) stammen. Initiiert haben das Projekt "Hamburg in 3D" letztendlich die Hamburger Initiative für Medien, IT und Telekommunikation Hamburg@work zusammen mit Google, dem LGV und der schweizer Firma CyberCity AG.

Auch wenn die Ladezeiten relativ lang sind - selbst bei einer gängigen DSL-Leitung braucht es teilweise bis zu 30 Minuten, bis sich die kompletten Daten aufbauen -, hat sich der Aufwand allem Anschein nach gelohnt. Eine eigens von CyberCity entworfene Spezialsoftware sorgt für eine besondere Detailtiefe der dreidimensionalen Stadt. Die Texturierung der Fassaden generiert die Software dabei automatisch aus Luftschrägbildern und konvertiert diese ins Google-Earth-Format. Die häufig von anderen Anbietern verwendeten Standardtexturen der 3D-Modelle verwendet die Applikation nicht. Auf diese Weise soll ein besonders Detailgetreues Abbild des Originals entstehen.

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