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Juristen: Klagen gegen Apple möglich

15.01.2009 | 10:32 Uhr |

Steve Jobs’ gesundheitliche Probleme könnten auch rechtliche Auswirkungen auf Apple haben, meinen einigen Juristen.

Steve Jobs Macworld Expo 2008
Vergrößern Steve Jobs Macworld Expo 2008

Die gestrige Ankündigung einer längeren Auszeit des Apple-CEO kommt nur neun Tage, nachdem Jobs seine gesundheitlichen Probleme herunter gespielt hatte. Anleger hatten Apple schon vor viereinhalb Jahren kritisiert, als Jobs überraschend von seiner Krebsoperation berichtete. Erst vor einem Jahr wurde bekannt, dass Jobs von seiner Erkrankung schon ein Jahr länger wusste.

Apple bewege sich jedoch in einer Grauzone, erklärt der Analyst Ahsok Kumar von der Investmentbank Collins Stewart LLC der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei schwer die Grenze zu ziehen zwischen Privatem und der finanziellen Verantwortung, die Jobs für Firma und Investoren trage. Jons sei für Apple wichtiger als sogar Michael Dell für Dell.

Klagen gegen Apple wegen vermeintlich falscher oder ungenügender Aussagen zu Jobs Gesundheit seien zwar möglich, aber die ersten ihrer Art, meint etwa der auf Zivilklagen spezialisierte Anwalt Steve Williams. Es handele sich einerseits um Jobs privateste Sphäre, auf der anderen Seite verkörpere Jobs das Unternehmen.

Keine Gesetze verletzt sieht das ehemalige Mitglied der Börsenaufsicht Joseph Grundfest, außer in dem Fall, wenn informierte Mitarbeiter angesichts der Gesundheit des CEOs Aktienhandel betrieben hätten. Anwälten traut Grundfest prinzipiell alles zu, kenne aber persönlich keine Möglichkeit für eine Schadensersatzklage.

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