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Jobs entkräftet Vorwürfe der CTC

22.04.2005 | 13:03 Uhr |

Apple-CEO Steve Jobs hat die von Umweltschützern am Rande der gestrigen Aktionärsversammlung vorgetragenen Vorwürfe entkräftet.

Die Behauptungen der Gruppe CTC seien so nicht korrekt, auch die Konkurrenten HP und Dell würden für die Rücknahme von Altgeräten Gebühren verlangen, Dell 20 Dollar, HP 40 Dollar. Apple sei mit seinen 30 Dollar Recyclinggebühren "genau in der Mitte". Apple habe zudem schon seit vier Jahren ein von den Umweltschützern gefordertes Rücknahmeprogramm laufen und in der Zeit 1.500 Tonnen Equipment wiederverwertet, auch die Behauptung, Apple würde in den Bundesstaaten Maine und Minnesota die Teilnahme an Rücknahmeprogrammen verweigern, seien falsch.

Der iPod enthlate weniger Blei als von der CTC behauptet, Apple bemühe sich aktiv darum, den Anteil des Schwermetalls weiter zu reduzieren. Den MP3-Player als "Umweltzeitbombe" zu bezeichnen sei "unverzeihlich", zumal alte Akkus des Geräts keineswegs in den Müll wanderten, sondern in den Recycling-Prozess. Schließlich war Jobs sogar zum Scherzen zumute, als er die Behauptung zurückwies, Apple würde Zwangsarbeit beim Recycling seiner Produkte verrichten lassen."Das ist falsch, aber es wurde vorgeschlagen, wir sollten dies in der Softwareentwicklung machen", scherzte Jobs unter dem Gelächter der Aktionäre. Zusammenfassend kanzelte er die Umwerltschützer ab: "Sie haben einen guten Geschmack bewiesen, als sie den iPod auswählten", aber die CTC verbreite kompletten Unsinn.

Für Jubel im Auditorium gab auch Jobs Seitenhieb auf Microsofts Betriebssystem Longhorn Anlass. Redmond versuche schamlos, Apple zu kopieren, da aber der Tiger Ende des Monats erscheine und Longhorn noch zwei Jahre auf sich warten ließe, "kopieren sie nicht gerade schnell".
Die administrativen Angelegenheiten der Versammlung waren ohne weiteres erledigt, die Anteilseigner bestätigten alle Mitglieder des Aufsichtrates in ihren Ämtern und gaben dem leistungsorientierten Bonus-Plan sowie dem Plan zur Einlösung von Aktienoptionen ihre Zustimmung.

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