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Jobs kriegt Rückendeckung von Disney

19.03.2007 | 14:00 Uhr |

Keiner bei Disney habe etwas mit der Rückdatierung von Aktienoptionen des Filmstudios Pixar zu tun, hatte der Disney-Konzern vergangenen Freitag mitgeteilt. Obwohl der Name nicht fiel, war die Mitteilung vor allem eine Entlastung für Apple-Chef Steve Jobs. Beobachter fragen sich, wie unabhängig eine Untersuchung sein kann, wenn der größte Einzelaktionär im Verwaltungsrat des Disney-Konzerns sitzt.

Keiner, der gegenwärtig etwas mit Disney zu tun habe, sei in die Rückdatierung von Aktienoptionen des Trickfilmstudios Pixar verwickelt. Das sagte Ende letzter Woche der Vorsitzende des Verwaltungsrates bei Disney, John Pepper. Mit keinem Wort erwähnte Pepper den Apple-Chef Steve Jobs. Und hat ihn mit der allgemeinen Aussage dennoch entlastet.

Allerdings, das ist wohlgemerkt das Ergebnis der firmeneigenen Untersuchung. Steve Jobs war Großaktionär des Filmstudios, das Disney später aufkaufte. Mittlerweile sitzt Jobs als größter Einzelaktionär von Disney im Verwaltungsrat des Unterhaltungskonzerns.

Disney habe allen Grund, Jobs zu decken, sagte der Jura-Professor Jesse Fried dem San Francisco Chronicle . "Man muss sich fragen, wie objektiv ihre Untersuchung sein kann solange er im Verwaltungsrat sitzt", so Fried.

Disney wird die Ergebnisse der internen Untersuchung derweil den amerikanischen Behörden übergeben, die eine eigene unabhängige Untersuchung durchführen. Erst diese wird zeigen, wie gründlich Disney den Vorwürfen nachgegangen ist.

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