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Jobs wollte Mac-OS X für Sony Vaio lizenzieren

07.02.2014 | 06:32 Uhr |

Der ehemalige Sony-Chef Kunitake Ando verrät einen unbekannten Aspekt der Apple-Geschichte: Steve Jobs wollte Mac-OS X auf Sonys Notebook ermöglichen.

Bei Apple gab es anscheinend im Jahr 2001 Sony-Notebooks aus der Vaio-Serie, auf denen Mac OS X lief, doch das Vaio-Team hielt von der Idee nichts. Zwischen Sony und Apple gab es in der Vergangenheit einige Verbindungen, so half das Quicktime-Team beispielsweise dabei, das ATRAC-Audio-Format von Sony zu entwickeln. Ebenso waren die beiden Firmen eng bei der Entwiclung der Firewire-Schnittstelle verbandelt, die Sony i.Link nannte. Der Mitgründer von Sony, Akio Morita, und Steve Jobs schätzen sich gegenseitig sehr und Jobs besuchte auch Kunitake Ando, damals Präsident von Sony, laut einem Interview auf nobi.com oft.

Dabei gab er sogar kostenlose Tipps, als er beispielsweise eine Sony-Cybershot-Kamera in Händen hielt und erklärte, dass GPS sinnvoll wäre, denn dann könne er alles aufnehmen, was in seinem Leben passiere. Viele Sony-Kameras besitzen heute einen GPS-Sensor. Andererseits ließ sich Jobs von Ando Tipps für den Verkauf von Hardware in eigenen Läden statt über Handelsketten geben, da Kunden so besser beraten werden könnten.

Auch an der damals neuen Vaio-Notebook-Serie fand Jobs Gefallen und wollte es laut dem Bericht sogar ermöglichen, darauf Mac-OS X laufen zu lassen. Damit hätte Jobs, der das Betriebssystem eigentlich nur auf Apple-Hardware sehen wollte, eine große Ausnahme für den japanischen Konzern gemacht. 2001 präsentierte Jobs dann zusammen mit einem anderen Apple-Manager solche Vaio-Notebooks einigen Sony-Managern während eines Golf-Ausflugs. Doch Sony hatte die Notebooks eben erst für Windows optimiert Das Vaio-Team stand daher der Idee von Jobs ablehnend gegenüber und bezweifelte, ob sich der Aufwand für Mac-OS X lohnen würde. Damit wurde aus der Idee von Jobs kein gemeinsames Projekt.

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