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Jobs wünscht sich bessere Ergebnisse von HD-Camcordern

15.08.2007 | 18:00 Uhr |

Bei der Präsentation von iMovie '08 hat sich Steve Jobs einen kleinen Seitenhieb in Richtung der Hersteller von Camcordern erlaubt.

Die jüngste Generation der HD-Camcorder habe zwar Sensoren, die echte High-Definition-Aufnahmen machen können. Die Bilder, die am Ende dabei herauskommen, seien aber leider in einer etwas niedrigeren Auflösung. Den schwarzen Peter für Video-Aufnahmen, die auf dem Mac mit iMovie '08 vielleicht doch nicht so gut aussehen wir erhofft, möchte Jobs also gerne Herstellern wie Sony oder Panasonic zuschieben.

Ben Charny, Kolumnist von Dow Jones Newswire, glaubt , dass der Apple-Boss wieder einmal seinen Einfluss nutzen möchte, um Druck auf einen bestimmten Markt auszuüben. Charny sieht eine Parallele zu Steve Jobs' offenen Brief an die Musikindustrie, in dem er DRM-freie Musik forderte. Dieser Forderungen sind mit EMI und Universal (letztere allerdings ohne Apple) immerhin schon zwei große Plattenlabels nachgekommen. Der neue Seitenhieb könnte sich vor allem an Panasonic und Sony richten, die mit dem AVCHD-Format, das iMovie '08 erstmals unterstützt, möglicherweise nicht alle Kundenwünsche erfüllen. Charny erkennt aber auch, dass man möglicherweise nicht immer etwas in Jobs' Bemerkungen hineinlesen sollte - weder Apple noch die Camcorder-Hersteller wollten sich dazu äußern, ob und wie viel der Apple-CEO mit seinem Seitenhieb bewirken wollte.

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