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John Sculley will Erfolg des iPhone vorhergesehen haben

02.10.2012 | 10:19 Uhr |

Der ehemalige Apple-CEO John Sculley hat sich auf der Konferenz der South Florida Technology Alliance (SFTA) für eine Vision aus dem Jahre 1993 gerühmt

Zwar habe er damals über Apples fehlerhaften Taschencomputer Newton gesprochen, über den er letztlich stürzte, doch klingen seine Worte von einer CES-Keynote von 1993 geradezu prophetisch. Sculley erinnert sich, er habe davon gesprochen, dass es in der Zukunft eine Milliarden-Industrie rund um Geräte geben werde, die Computertechnologie mit Telefonie verbinden werde. Diese Geräte müssten aber eine völlig neue Nutzererfahrung wie etwa Gestensteuerung bringen. Die Presse hätte Sculley seinerzeit für seine "komplett absurde Idee" verlacht, auch seriöse Blätter wie das Wall Street Journal.

Den Newton sieht Sculley zudem als Antreiber aktueller Technologie. Seinerzeit hätten die Entwickler bei Apple vor der Herausforderung gestanden, einen Prozessor für ein tragbares und batteriegetriebenes Gerät wie den Newton zu finden. Apple habe daraufhin zusammen mit Acorn Computers die Firma Advanced RISC Machines (ARM) gegründet. "Und heute arbeitet der ARM-Prozessor in fast jedem Mobilgerät weltweit," freut sich Sculley. Sculley, der den Grund für das Ausscheiden bei Apple im Jahr 1993 in seiner Weigerung sah, das Mac-Betriebssystem zu lizenzieren, lobt seinen Nachfolger Gil Amelio, obwohl dieser die 47-prozentige Beteiligung Apples an ARM abstoßen musste, um den Konzern vor der Pleite zu retten. Amelio habe aber immerhin bei ARM die Türen für Apple offen gehalten und die Firma Next zusammen mit Steve Jobs in das Unternehmen geholt, ohne den das iPhone schlussendlich nicht auf den Weg gekommen wäre.

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