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Ex-Chef von Sun erzählt von Jobs' Drohanrufen

10.03.2010 | 13:45 Uhr |

Jonathan Schwartz, früherer Chef von Sun, packt jetzt in seinem persönlichen Blog aus. Dort berichtet er über die Vergangenheit und die Auseinandersetzungen mit Apple und anderen Konkurrenten.

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© Sun

Jonathan I. Schwartz, bis Anfang 2010 CEO von Sun, rechnet in seinem neuen Blog mit der ehemaligen Konkurrenz ab. Schwartz war seit 2006 Chef des Unternehmens, das Anfang 2010 vom Softwarehersteller Oracle gekauft wurde . Das neue Blog von Schwartz heißt treffend "Dinge, die ich als CEO nicht sagen konnte." Hier verrät er Details aus der Geschichte bei Sun und erzählt Anekdoten
von der Konkurrenz Apple und Microsoft.

So soll Steve Jobs ihn eines Tages angerufen haben und drohte: "Wir verklagen Euch!" Sun hatte damals, – es war das Jahr 2003 – gerade das damals neue Projekt "Looking Glass" vorgestellt, eine hübsche Obverfläche für Linux. Die grafischen Effekte würden Apples geistiges Eigentum verletzen. Schwartz sagt, er habe damals erwidert, dass das (damals) neue Apple-Programm Keynote dem Präsentationsprogramm Concurrence sehr ähnlich sehe, ein Programm das Schwartz unter NeXT auf den Markt gebracht hatte, ob Apple denn alle Rechte an der Software habe.

Auch Microsoft habe Sun mit Patenten unter Druck setzen wollen, als das von Sun finanzierte, kostenlose Open Office immer bekannter wurde. Schwartz ist der Ansicht, dass Patentklagen ein Ausdruck von Verzweiflung seien, wenn man Entscheidungen den Gerichten statt dem Markt überlässt. Es habe Nokia nicht geholfen, als sie Apple wegen des iPhone verklagten. Generell würde die verklagte Firma eher an Bedeutung gewinnen als verlieren.

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