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Journalisten verklagen Hewlett Packard

16.08.2007 | 10:15 Uhr |

Mehrere Journalisten haben zusammen mit Familienangehörigen Hewlett Packard verklagt. Der Konzern hatte die Journalisten bespitzeln lassen, um herauszufinden, welche Aufsichtsratsmitglieder Informationen an die Öffentlichkeit gegeben hatten.

Nach Informationen des Wall Street Journal sind insgesamt fünf Klagen beim Gericht in San Francisco eingegangen. Zu den Klägern gehören die drei Journalisten des Medienunternehmens CNET Dawn Kawamoto, Stephen Shankland und Tom Krazit. Daneben hat die Ehefrau von Shankland, Rachel Konrad, die als Reporterin für die Nachrichtenagentur AP arbeitet, eine Klage eingereicht. Weitere Kläger sind der Ehemann von Kawamoto, Jon Kawamoto, sowie die Eltern von Stephen Shankland.

Die Anklage wirft HP vor, illegale Geschäftspraktiken eingesetzt und die Privatsphäre der Journalisten und ihrer Familien verletzt zu haben. Die Anklageschrift fordert eine Entschädigungszahlung, eine konkrete Summe wird nicht genannt. „Wir reichen die Klage ein, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt“, sagte Anwalt Kevin Boyle.

HP sagte in einer ersten Stellungnahme, man habe allen Betroffenen eine Entschädigungszahlung angeboten. Leider hätten die Journalisten darauf allerdings nicht geantwortet, sondern sich für eine Klage entschieden. HP sei von der Entscheidung enttäuscht, so ein Sprecher des Unternehmens.

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