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Kahn und Co um Lizenzeinnahmen betrogen

06.10.2003 | 12:00 Uhr |

Oliver Kahn und andere Fußballspieler sind in den letzten drei Jahren um 539.000 Dollar aus Lizenzgebühren für Computer-Fußballspiele geprellt worden.

Die deutsche Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) und die internationale Fußballergewerkschaft Fifpro hatten die als Sonderzahlungen deklarierten Ausschüttungen aus den Lizenzverträgen einfach selbst kassiert, berichtet das Magazin Stern in seiner jüngsten Ausgabe.

Die Fifpro hatte die Verträge mit Computerspiel-Herstellern abgeschlossen, ohne aber die Persönlichkeitsrechte der Fußballspieler zu besitzen.

Spitzenvertreter des Deutschen Fußball-Bundes und auch die VdV selbst hatten Fifpro-Funktionäre im Jahr 2000 mehrmals auf die Rechtslage hingewiesen, das Geld aber behalten.

Laut Stern-Recherchen kamen die Missstände durch eine Klage von Oliver Kahn gegen den Computerspiel-Hersteller Electronic Arts ans Licht. Kahn sah seine Persönlichkeitsrechte durch sein digitales Ebenbild im Spiel "Fifa WM 2002" verletzt.

Das Landgericht Hamburg gab dem Torwart im April dieses Jahres Recht und verbot den Vertrieb des Spiels.

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