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Kampf auf dem Web-App-Olymp

05.03.2007 | 12:34 Uhr |

Adobe hofft auf göttliche Hilfe, um die Vorherrschaft von Java bei plattformübergreifenden Desktop-Anwendungen zu beenden.

Apollo heißt die jüngste Entwicklung aus den Adobe Labs, die auf der Runtime-Umgebung Macromedia Central basiert. Ähnlich wie Java nutzt Apollo ein vorab auf dem jeweiligen Rechner installiertes Runtime, das allerdings auch in den Anwendungen selbst enthalten sein kann. Während Macromedia Central es nur möglich machte, Flash-basierte Anwendungen offline und außerhalb des Browsers auszuführen, erweckt das nach der griechischen Gottheit benannte Adobe-Projekt auch in HTML, AJAX und anderen Web-Programmiersprachen entwickelte Anwendungen auf dem Desktop zum Leben.

Die Software-Schmiede EffectiveUI durfte Apollo bereits vorab ausprobieren und hat eine Flash-basierte Desktop-Anwendung zum Erstellen von eBay-Auktionen entwickelt, allerdings (noch) nicht veröffentlicht. Sean Christmann, Chefentwickler des Unternehmens, bezeichnet Apollo als einen "Wrapper", der Web-Anwendungen mit einem "Mantel" versieht, um sie auf den Desktop zu holen. Die Schlüsseltechnologie sei hierbei Adobes Flex Builder , eine integrierte Entwicklungsumgebung, mit der sich Internet-Anwendungen in Adobes Flex-Framework programmieren lassen. Im Rahmen eines "ApolloCamp"-Events am 16. März soll Adobe das Projekt, so eine Meldung der britischen Macworld. Dann soll auch eine erste Beta-Version erscheinen. Sowohl für Entwickler als auch Anwender wird Apollo kostenlos erhältlich sein.

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