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Kampf um Napster geht weiter

23.03.2001 | 00:00 Uhr |

Im Kampf um das Überleben der umstrittenen US-
Musiktauschbörse Napster stehen ab kommenden Dienstag weitere
Gerichtstermine an.

Bis zum 10. April gibt es fünf Termine, wie am Freitag in der
aktuellsten Pressemitteilung auf den Napster-Webseiten zu lesen war.
Napster habe seit dem 12. März mehr als 200 000 kommerzielle Songs
herausgefiltert, hieß es dort. Darunter seien Dateien mit korrektem
Namen und mit Schreibfehlern.

Das Online-Magazin der «New York Times» berichtete, Napster und
die Musikindustrie würden sich gegenseitig Verstöße gegen die
einstweilige Verfügung vorwerfen, die die Tauschbörse verpflichte,
kommerzielle Lieder vom Markt zu nehmen. Der Musikindustrie zufolge
bemüht sich Napster nicht ausreichend. Napster hingegen bedauerte,
dass die Plattenindustrie keine kompletten Listen mit den zu
löschenden Daten liefere.

Eine US-Bundesrichterin hatte nach einer Klage der amerikanischen
Musikindustrie in San Francisco angeordnet, dass Napster alle
urheberrechtlich geschützten Titel streichen muss, die von der
Musikindustrie gemeldet werden. Das Unternehmen hatte auch eine
Allianz mit einem Filterprofi geschlossen, um die Musiktitel vom
Markt zu nehmen. Probleme beim Filtern bereiten vor allem Dateien mit
leichten Schreibfehlern: So ist es einfach alle «Elvis Presley»-
Songs zu filtern. Änderungen zu «Elfis Presley» tarnen die Dateien
jedoch - das Filtern wird schwieriger.
dpa

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