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Kampf ums billigste Gespräch

19.09.2005 | 12:04 Uhr |

Die Minutenpreise im Mobilfunkmarkt geraten immer mehr unter Druck. Neben Sinyo und Blau locken nun auch Mobilcom, O2 und Vodafone mit billigen Handy-Tarifen. So soll schon im nächsten Jahr mobiles Telefonieren deutlich günstiger werden.

Der Mobilfunkbetreiber Mobilcom will in dieser Woche einen eigenen Billiganbieter namens Klarmobil starten. Dieser greift auf das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom zurück und soll mit Preisen von rund 18 Cent pro Minute Simyo, den Pionier in diesem Marktsegment, unterbieten. Eine SMS schlägt dabei mit 12 bis 14 Cent zu Buche, so der Vorstandschef Eckhard Spoerr.

Die E-Plus-Tochter Simyo konnte bislang 250.000 Kunden für sich gewinnen und steht der neuen Konkurrenz relativ gelassen gegenüber. Seit zwei Monaten verkauft die 90-prozentige E-Plus-Tochter SIM-Karten ohne Handys über das Internet und unterbot damit bislang die Konkurrenz. Zudem gibt es für 25 Euro im Monat ein Flatrate-Modell für Vieltelefonierer. Grundsätzlich erwarte man eine deutliche Absenkung der gegenwärtigen Preise, sehe sich aber aufgrund der steigenden Nachfrage im Augenblick nicht dazu gezwungen, die eigenen Tarife von 19 Cent zu senken, so der Vorstandschef Rolf Hansen. Auch O2 bietet seinen Genion-Vertragskunden eine Flaterate an, die jedoch nur für Gespräche in der so genannten Homezone gilt (netzintern und deutsches Festnetz), mit 10 Euro auch günstiger als das Base-Angebot ist.

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