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Kapitalanleger: Rechtssystem mit Telekom-Klagen überfordert

23.11.2004 | 10:42 Uhr |

Das deutsche Rechtssystem ist nach Meinung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger mit der Massenklage von Aktionären gegen die Telekom völlig überfordert.

Bei dem am Dienstag in Frankfurt begonnenen Prozess sei eine Mammutaufgabe mit einer sehr verworrenen Sachlage zu bewältigen, sagte der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft, Klaus Schneider, dem DeutschlandRadio Berlin.
Ob die Telekom-Aktie beim Gang an die Börse überbewertet wurde, müsse sich erst noch erweisen, es gebe aber zumindest einen Hinweis darauf. «Indiz dafür könnte sein, dass einige Zeit später zwei Milliarden Euro pauschal wertberichtigt wurden, aber ob das ausreichend ist, ist noch nicht klar», erklärte Schneider dem Sender. Er verwies darauf, dass die Bonner Staatsanwaltschaft bereits seit drei Jahren ermittle.
Von den Musterklagen im Frankfurter Prozess vor der 7. Kammer für Handelssachen erhoffen sich mehr als 14 000 Anleger Schadensersatz für ihre Kursverluste seit dem dritten Telekom-Börsengang im Jahr 2000. Damals erstandene Wertpapiere sind heute nur noch rund ein Viertel wert.

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