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Kaputtes Kaspersky-Update legt Internetverbindung lahm

08.02.2013 | 10:08 Uhr | Benjamin Schischka

Ein Update des Antiviren-Spezialisten Kaspersky hat zu einem unschönen Nebeneffekt geführt: Viele User waren plötzlich offline. Das Unternehmen hat nun nachgebessert.

Mit dem Update 8.1.0.831 hat Kaspersky auf vielen Rechnern einen unerwünschten Nebeneffekt erzielt. Wie zahlreiche Foren- und Twitter-Nutzer berichten, konnten sich ihre Windows-XP-Rechner nach dem Einspielen des Updates nicht mehr via HTTP mit dem Internet verbinden. Wie thenextweb.com berichtet, behalfen sich viele zunächst mit einem Downgrade der Kaspersky-Software oder indem sie den Webschutz kurzerhand deaktivierten. Andere sollen manuell die Ports 80 und 443 geöffnet haben.

Kaspersky hat sich entschuldigt und nun eine offizielle Lösung veröffentlicht. Diese geht aber nicht vollautomatisch vonstatten. Zuerst müsse der Betroffene den Webschutz deaktivieren und dann das Update-Archiv leeren. Anschließend solle man den Download des Patches über das Programm starten, indem man nach Updates sucht. Doch damit sind die Betroffenen noch nicht ganz fertig: Vergessen Sie nicht, den Webschutz wieder einzuschalten!

Kaspersky zufolge soll das Problem nur 32-Bit-Systeme mit den folgenden Kaspersky-Produkten betroffen haben:

  • Kaspersky Anti-Virus für Windows Workstations 6.04 MP4
  • Kaspersky Endpoint Security 8 für Windows
  • Kaspersky Endpoint Security 10 für Windows
  • Kaspersky Internet Security 2012 und 2013
  • Kaspersky Pure 2.0

Kaspersky ist nicht das einzige Antiviren-Software-Unternehmen, dem schon einmal ein Update missglückt ist. Ein Avira-Update hat Mitte letzten Jahres einzelne Programme und sogar Windows blockiert. Schuld war der ProActiv-Schutz, der eigentlich nur Malware aufhalten sollte. Avira hat, wie Kaspersky, einen Patch nachgeliefert.

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