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Karstadt-Quelle erfolgreich im Internet

03.06.2002 | 16:06 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Essener Handelskonzern KarstadtQuelle hat Zahlen zu seinem E-Business-Geschäft im ersten Quartal 2002 veröffentlicht. Die Online-Nachfrage auf seinen insgesamt 65 Einkaufs- und Informationsportalen sei im ersten Vierteljahr auf 261 Millionen Euro und im Kalenderjahr 2001 auf 814 Millionen Euro gestiegen (plus 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr), so das Unternehmen. Für das laufende Jahr peile man eine weitere Steigerung um 50 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro an. Vor allem für die traditionellen Versender Quelle und Neckermann sei das Internet zu einem bedeutenden Geschäftsfeld geworden. Konzernweit würden im Versandhandel bereits mehr als zehn Prozent des Gesamtumsatzes im Netz erzielt. Dabei seien ein wesentlicher Teil der Internet-Besteller Neukunden. Für 2003 rechnet KarstadtQuelle mit einer Online-Nachfrage in Höhe von 1,5 Milliarden Euro - das Wachstum lässt also nach. Für die Weiterentwicklung des Geschäfts investiert das Unternehmen im Zeitraum von 2000 bis 2004 rund 200 Millionen Euro. Außerdem gewinne die Warenbeschaffung über Internet-Marktplätze zunehmend an Bedeutung. Nach insgesamt 454 so genannte Reverse Auctions im Vorjahr hätten die Konzerngesellschaften in den ersten drei Monaten dieses Jahres bereits 399 Netz-Ausschreibungen veranstaltet. KarstadtQuelle ist am europäischen Textilmarktplatz TexYard sowie der weltweiten Warenbörse GNX (Global Net Exchange) beteiligt. Durch die elektronische Beschaffung habe man die Prozesslaufzeiten um bis zu 80 Prozent verringern können. Langfristig will KarstadtQuelle nach eigenen Angaben etwa 30 Prozent des Einkaufs auf elektronischen Marktplätzen abwickeln. (tc) weiter

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