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US-Aufsicht untersucht die Beziehung zwischen Apple und Google

05.05.2009 | 11:30 Uhr |

Apple und Google stehen im Verdacht, zu enge Geschäftsbeziehungen zu haben. Das US-Kartellamt untersucht deshalb, ob das enge Verhältnis der Unternehmen dem Wettbewerb schadet.

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© Google

Das Kartellamt der USA (Federal Trade Commission) untersucht, ob es es möglicherweise zu enge Verflechtungen zwischen Google und Apple gibt. Dies berichtet die New York Times. So sitzt beispielsweise Eric Schmidt sowohl bei Google als auch bei Apple im so genannten "Board of Directors", einem Gremium, dessen Funktion die Aufgaben von Vorstand und Aufsichtsrat vereint.

Die Aufsichtsbehörde befürchte, dass die Nähe der Unternehmen dem Browser- und Smartphonemarkt schaden könnte. Der "Clayton Antitrust Act", ein Gesetz von 1914, verbietet es in den USA, dass eine Person in den Gremien zweier konkurrierender Unternehmen sitzt. Durch iPhone/Android und Safari/ Chrome stehen die beiden Firmen tatsächlich teilweise in Konkurrenz zueinander. Laut der Zeitung sei es jedoch sehr selten, dass derartige Personalverflechtungen von der Behörde untersucht werden würden.

Die Behörde wollte gegenüber der Zeitung keine Stellungs nehmen. In der Vergangenheit hatte Google bereits öffentlich erklärt, dass man aus Rücksicht auf Apple bei der Andoid-Plattform nicht gegen die Multitouch-Patente verstoßen wollte. Damals zeigt sich Goolge sehr defensiv und verzichtete freiwillig auf jeden Versuch, Multitouch in Android zu integrieren. Möglicherweise war es Verhalten wie dieses, das die Aufsicht auf den Plan gerufen haben.

Info: New York Times

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