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Google und Apple angeblich mit gegenseitigem Abwerbestopp

10.08.2009 | 06:58 Uhr |

Im Mai startete das US-Kartellamt FTC eine Untersuchung der offensichtlich engen Verflechtungen zwischen Google und Apple. Berichte eines Insiders über inoffizielle Mitarbeiter-Abkommen fachen die Gerüchte nun neu an.

Apple und Google sollen ein Abkommen getroffen haben, dass keine der beiden Firmen Mitarbeiter der anderen abzuwerben versucht. Electronista beruft sich auf die Aussagen eines ehemaligen Google-Mitarbeiters, dass auch ohne vertragliche Regelung sich beide Firmen auf dieses Verhalten einigten.

Mit dem Rücktritt von Google-Chef Eric Schmidt aus dem Apple Aufsichtsrat könnte jetzt allerdings jegliche Grundlage für dieses Abkommen hinfällig sein und ein Wettbewerb um Mitarbeiter erneut in Schwung kommen. Offiziell durfte ein solches Abkommen nie existieren, geschweige denn vertraglich vorgeschrieben werden. Ein geregelter Abwerbestopp verstößt gegen die Regeln des fairen Wettbewerbs zwischen allen Firmen und würde rechtlich vom Kartellamt geahndet.

Auffällig ist aber, dass Mitarbeiter von Google problemlos sich bei Apple und umgekehrt bewarben und ein Wechsel zwischen diesen Arbeitgebern stets reibungslos verlief. Die beiden Firmen haben in mehreren Software-Projekten eng zusammen gearbeitet. So werden zum Beispiel auf dem iPhone gleich mehrere Dienste von Google eingesetzt, wie zum Beispiel die Internet-Suche, Karten und der Youtube-Client. Apple hat Google im Gegenzug frühzeitigen Zugang zur API für Stimmen-Erkennung in Google-Anwendungen gewährt.

Auf der anderen Seite sind aber stets auch Unstimmigkeiten aufgetreten. So hat Apple neulich erst Google Voice für den App Store abgelehnt. Google hingegen hatte angeblich mit Rücksicht auf Apple die Multi-Touch-Funktionen in seinen Android-Mobiltelefonen weggelassen, aber die neuen Modelle wie HTC Hero erlauben nun doch komplexe Touch-Kontrollen auf dem Display.

Bereits im Mai untersuchte die US-Aufsicht die "zu engen" Geschäftsbeziehungen zwischen Google und Apple. Beide Firmen haben bisher zu den neu angefachten Gerüchten keine Stellung genommen.

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