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Rechtsexperte hält Kartellklage gegen Apple für chancenlos

05.05.2010 | 10:40 Uhr |

Der Anwalt Hillard Sterling hält es für unwahrscheinlich, dass Apple Ärger von der Kartellbehörde bekommt. Diese untersucht derzeit, ob Apple iPhone-Entwicklungskits von Drittanbietern verbieten darf.

Die vermutlich von Adobe angestrengte Kartelluntersuchung gegen Apple wegen des Banns von Drittherstellersoftware für die Entwicklung von iPhone-Apps ist nach Ansicht des Kartellrechtsexperten Hillard Sterling chancenlos. Wie der Anwalt der Chicagoer Kanzlei Freeborn & Peters LLP unseren Kollegen der Computerworld erklärte, werde es schwer, die Kartellvorwürfe gegen Apple zu beweisen. Dazu müsse der Nachweis gelingen, dass Apples Richtlinie den Wettbewerb zu Nachteil von Kunden verhindern würde.

Dies setzte aber "die Abwesenheit von Wahlfreiheit" voraus, meint der Anwalt. Obwohl das iPhone einen wichtigen Baustein des Smartphone-Marktes darstelle, kontrolliere Apple keineswegs einen "überwältigenden Anteil" des Marktes. Nach jüngsten Zahlen von Strategy Analytics hält Apple mit dem iPhone einen Anteil von 16,4 Prozent des Smartphone-Marktes, Nokia führt mit 38,2 Prozent, gefolgt von RIM mit 19,7 Prozent.

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