Spekulationen um AAPL

Kaufoptionen drücken angeblich auf Apples Aktienkurs

17.01.2013 | 08:55 Uhr | Peter Müller

Die Apple-Aktie hat dieser Tage Kurswerte wie zuletzt vor neun Monaten erreicht, die Zugewinne vom Sommer letzten Jahres, in dem Apple zum nominell wertvollsten Unternehmen der Welt aufstieg, sind dahin geschmolzen.

Die Finanzexperten von Seeking Alpha hegen nun einen Manipulationsverdacht gegen institutionelle Anleger, denn am kommenden Samstag, den 19. Januar würden rund 60.000 Kaufoptionen im Wert von rund 600 Millionen US-Dollar auslaufen. Die "Call Options" hätten vorwiegend auf Werte der Apple-Aktie zwischen 550 und 800 US-Dollar gesetzt, bleibt die Apple-Aktie noch diese Woche bei ihrem derzeitigen Niveau, müssten die Käufer ihre Optionen nicht ausüben und könnten sich so hunderte Millionen sparen. Zudem könnten sie die Zugewinne der Aktien mitnehmen, sobald der Druck auf den Kurs wegfiele.

Falls die Anschuldigungen stimmen sollten, müssten die institutionellen Anleger noch ein wenig zittern. Gestern hatte die Apple-Aktie an der Nasdaq einen starken Aufschwung genommen, der Schlusskurs von 506,09 US-Dollar lag um 20,17 US-Dollar oder 4,15 Prozent über dem Kurs des Vortages. Noch einmal zwei Handelstage wie diese und die Call Options für 550 US-Dollar geraten in Gefahr, wahrgenommen werden zu müssen.

Apple gibt nächste Woche die Bilanz für sein erstes Quartal 2012/2013 bekannt, entgegen der Spekulationen um zurückhaltende iPhone-Verkäufe dürfte Apple dabei neue Rekordmarken setzen. Wall Street rechnet mit ungefähr 47 Millionen verkauften iPhones, iPads sollten mehr als 20 Millionen über die Ladentische gegangen sein. Den Kursverlust der Apple-Aktie im vergangenen Herbst hatten Finanzexperten mit drohenden Steuererhöhungen auf Aktiengewinne erklärt , zuletzt hatte das Wall Street Journal von einer Halbierung der Bestellungen für iPhone-Bauteile geschrieben.

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