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Kein Windows Vista auf Intel-Macs

10.03.2006 | 13:38 Uhr |

Für regelmässige Benutzer von Virtual PC wäre es hilfreich gewesen und vielleicht auch für den ein oder andern Apple-Fan: Einfach neu booten und schon startet der Windows-XP-Nachfolger "Vista" nativ auf dem Intel-Mac, ein langsamer PC-Emulator hätte ausgedient.

Windows Vista
Vergrößern Windows Vista

Es wäre zumindest ein kleiner Bonus des Intel-Switches gewesen. Durch die gleiche Hardware-Architektur, so die Idee, würden sich die beiden Betriebssysteme näher kommen.

Diese Idee ist nun offiziell passé. Auf Intels Entwickler-Konferenz gab Microsoft Development Manager Andrew Ritz bekannt, dass das für Ende 2006 erwartete Windows Vista auf 32-Bit-Systemen weiterhin mit dem bisherigen BIOS (Basic Input Output System) hochfahren werde und nicht mit dem moderneren EFI-Standard (Extensible Firmware Interface). Mit den Intel-Macs setzt Apple hingegen auf das EFI-System und verbaut in diesen bisher auch nur 32-Bit-Prozessoren. Einen Erscheinungstermin einer bootfähigen 64-Bit-Variante von Vista gebe es momentan nicht, EFI-Unterstützung könne wohl erst mit der Veröffentlichung von Longhorn Server erwartet werden, so Ritz. Bis Apple also auf die 64-Bit-Architektur umstellt und Microsoft ein Vista mit 64-Bit-Support vorstellt, passen die beiden Systeme nicht zusammen. Wer trotzdem auf die Windows-Plattform am Mac angewiesen ist, kann nur auf bessere Emulator-Software hoffen (wir berichteten), die angeblich für einen deutlichen Geschwindigkeitszuwachs auf den Intel-Macs sorgen soll.

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