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Keine Besserung für die IT-Branche

14.06.2002 | 15:57 Uhr |

München (dpa) - Die schwer gebeutelte Computer- und Telekommunikationsbranche in Deutschland rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit einer Verbesserung der Lage. Anders als bislang erwartet werde das Umsatzplus im Jahr 2002 mit etwa 1,7 Prozent genauso gering ausfallen wie im Vorjahr, sagte der Präsident des Branchenverbandes BITKOM, Volker Jung, am Freitag in München. "Es wird knapp über der Null-Linie liegen." Auf der Computermesse CeBiT im März war der Verband noch von 4,2 Prozent Wachstum für das laufende Jahr ausgegangen. Ein Stellenabbau sei in vielen Unternehmen unvermeidbar.
Auch für das kommende Jahr rechnet der Verband, der einen Großteil der Hersteller von Produkten der Computer- und Telekommunikationsindustrie vertritt, inzwischen mit einem deutlich geringeren Wachstum als noch im März. Die erhofften 8,6 Prozent seien wohl nicht erreichbar, sagte Jung. Auch sei fraglich, ob die zweistelligen Wachstumsraten der im Jahr 2000 abgerissenen Boomphase nochmals zu schaffen sind. Für die Handyhersteller habe sich die Situation einer BITKOM-Umfrage zufolge verbessert. Während die Nachfrage im vergangenen Jahr um 37 Prozent zurückgegangen sei, erwarten die Hersteller für dieses Jahr stabile Umsätze. Auch die Anbieter von Internet- und Onlinediensten blicken zuversichtlich in die Zukunft. Hingegen zeigte sich bei Telekommunikations-Ausrüstern jedes zweite Unternehmen pessimistisch.
Insgesamt werde der Umsatz der Branche 2002 voraussichtlich bei rund 140 Milliarden Euro liegen. (dpa)

Info: Bitkom www.bitkom.org

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