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Keine Chance für Viren bei Web.de

03.11.2004 | 10:53 Uhr |

Der Internetdienstleister Web.de wird künftig alle ein- und ausgehenden E-Mails auf Computerviren überprüfen und infizierte Mails blockieren.

Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in Karlsruhe mit. «Der Virenschutz wird nicht nur für die Mitglieder des (kostenpflichtigen) Web.de -Clubs eingeführt, sondern auch für die kostenlosen FreeMail-Konten», sagte Tino Anic, Product Manager FreeMail der Web.de AG der dpa. Dazu habe man eine Kooperation mit dem finnischen Hersteller von Sicherheitssoftware, der F-Secure Corporation, abgeschlossen.
Web.de betreibt das zweitgrößte Internet-Portal in Deutschland und betreut in seinem Service «FreeMail» rund 20 Millionen E-Mail-Fächer. «An einem durchschnittlichen Tag fangen wir 400000 E-Mails ab, die mit einem Virus infiziert sind. In Spitzenzeiten sind es sogar vier Millionen», sagte Anic. Noch höher sei die Zahl der unerwünschten Werbemails («Spam»), die Web.de heraussortiere. «Hier treffen am Tag zwischen 15 und 30 Millionen Spam-Mails ein, die wir inzwischen mit einer 99prozentigen Wahrscheinlichkeit erkennen können.»
Der Großteil der unerwünschten Werbesendungen stamme aus den USA. Zum Teil würden diese jedoch auch von Servern in Asien und anderen Ländern abgesetzt. «Aus Deutschland kommen lediglich rund fünf Prozent.» Anic widersprach der These, dass die zahlreichen Spam-Mails das Medium E-Mail in seiner Bedeutung und Nutzbarkeit gefährde. Größere Internet-Provider wie Web.de seien inzwischen in der Lage, einen Großteil der Spam-Mitteilungen zu identifizieren, da unter anderem ständig überprüft werde, ob bestimmte Mails an zahlreiche Empfänger verschickt würden.

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