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Keine Entlastung für frühere Mannesmann-Vorstände

22.08.2001 | 00:00 Uhr |

Über eine Entlastung früherer Vorstände und Aufsichtsräte von Mannesmann soll wegen laufender staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen erst die Hauptversammlung 2002 entscheiden. Darunter befinden sich unter anderem der ehemalige Mannesmann-Vorstandsvorsitzende Klaus Esser, Vodafone-Chef Chris Gent sowie die Aufsichtsräte Klaus Zwickel und Josef Ackermann. Darauf habe sich das Kontrollgremium verständigt, sagte Wilhelm Haarmann, Mitglied des Aufsichtsrates, am Donnerstag auf der Hauptversammlung.
Die Änderung sei notwendig geworden, nachdem bekannt geworden sei, dass die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue im Zusammenhang mit der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone auf einen größeren Personenkreis ausgeweitet habe. Vorstand und Aufsichtsrat seien aber überzeugt, dass ein Verdacht der Straftat nicht begründet sei. «Solange die Staatsanwaltschaft aber ermittelt und die Vorwürfe im Raum stehen, ist es schwer möglich, sachlich zu entscheiden», begründete Haarmann die Verschiebung der Entlastung. dpa

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