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Keine Sammelklage im iMessages-Prozess

06.08.2015 | 12:42 Uhr |

Eine Klägerin misslingt der Beweis, dass ihr Problem mit verlorenen Textnachrichten alle potentiellen Wechsler betrifft. meint die Richterin

Im Prozess um Textnachrichten, die beim Umstieg vom iPhone auf ein Android-Smartphone angeblich verloren gehen können, hat die zuständige Richterin Lucy Koh den Status der Sammelklage abgelehnt. Es gebe keine Beweise, dass die vermeintlichen Fehler in iMessages alle möglichen Mitglieder der Gruppe beträfen. Die Klägerin Adrienne Moore muss sich also weiter alleine vor Gericht herumschlagen. Moore hatte die Klage im Mai vergangenen Jahres am Bezirksgericht von Nordkalifornien eingereicht. Zuvor hatte sie ihr iPhone 4 gegen ein Samsung Galaxy S5 getauscht und festgestellt, dass von iPhone-Nutzern an sie gerichtete Textnachrichten nicht zugestellt wurden.

Richterin Koh urteilt jedoch, es gebe nicht genügend Beweise dafür, dass alle Smartphonenutzer, die vom iPhone auf ein Android-Telefon wechseln, von diesem Problem betroffen sein könnten. Die Gründe, warum jemand eine Textnachricht nicht empfangen könnte, seien unterschiedlich, mal gebe es Fehler im Mobilfunknetz, bei manchen Verträgen seien keine Textnachrichten enthalten. Apple hat im vergangenen November ein Tool veröffentlicht, das abtrünnigen iPhone-Nutzern den Wechsel zu einem anderen mobilen Betriebssystem erleichtern soll. Vereinzelt kommt es aber immer noch zu Beschwerden, dass als iMessage verschickte Nachrichten unterwegs verloren gehen. Verschlüsselte iMessages lassen sich nur von Apple-Gerät zu Apple-Gerät schicken , eine vom iPhone versandte Nachricht wird auf Geräte anderer Hersteller als SMS oder MMS geschickt.

Einer Sammelklage hätten sich im Erfolgsfall alle früheren iPhone-Nutzer anschließen können, die jetzt ein Android-Smartphone besitzen, sie hätten dabei keine einzelnen Vorfälle belegen müssen. Für Apple hätte eine derartige Klage unter Umständen zu einem bedeutenden Schadensersatz führen können. So wird Adrienne Moore allenfalls auf eine geringe Komp ensation hoffen können, sofern nicht das Verfahren ganz eingestellt wird.

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