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Keine kostenlosen iMacs

03.02.2000 | 00:00 Uhr |

Freemac.coms Plan, rund eine Million iMacs innerhalb von zwei Jahren kostenlos an registrierte Kunden zu verteilen, ist gescheitert. Noch im August 1999 kündigte das Unternehmen an, dass es iMacs in Verbindung mit einem kostenpflichtigen Internet-Zugang umsonst verteilen wolle. Die Freemac-Kunden müssten sich lediglich für eine Kreditkarte qualifizieren, um einen der begehrten Rechner zu bekommen. Bereits Anfang Oktober hatten sich nach Angaben des Unternehmens bis zu 500.000 Kunden registriert.

Laut News.com soll Mitch Mandich, Apples Vizepräsident für den weltweiten Vertrieb, dem Startup-Unternehmen mitgeteilt haben, dass es sich nicht als Apple-Distributor qualifiziere. Apple solle Freemac darüber hinaus sowohl den iMac-Kauf über den Distributor Ingram Micro als auch über Apple-Händler untersagt haben.

Die Macintosh-Company habe sich nach Angaben des Freemac-Präsidenten Jonathan Sturm auch nicht durch Eingeständnisse umstimmen lassen. Nach eigenen Angaben wäre Freemac bereit gewesen, iMacs nur an ehemalige PC-Anwender oder Computer-Einsteiger zu verkaufen. Auch beim Einkaufspreis hätte das Unternehmen Apple keinem Schaden zufügen wollen und den regulären Nettopreis von 1200 US-Dollar pro iMac bezahlt.

Die Absage Apples zeigt nach Ansicht von Sturm die Starke Positition dieser Firma. Es könne, so Sturm gegenüber News.com, nicht länger die Behauptung aufgestellt werden, dass Apple der heldenhafte David im Kampf gegen die Goliaths Intel und Microsoft sei. Sturms Unternehmen werde sich nach dem Rückzug Apples nun in NadaPC.com umbenennen und Internet-Zugangsgeräte kostenlos anbieten.
Martin Stein

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