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Keynote in Paris : Ab Januar booten Macs nur noch in Mac-OS X

10.09.2002 | 12:26 Uhr |

Wenig Neues brachte die Eröffnung der Apple Expo in Paris. Die Kalendersoftware iCal ist ab sofort verfügbar.

München/Macwelt - Da Apple erst vor kurzem eine komplett erneuerte G4-Profilinie vorgestellt hat, war an der Hardwarefront nichts Neues zu erwarten. In seiner Keynote, die Steve Jobs zur Eröffnung der Pariser Messe hielt, stand deshalb vor allem Jaguar im Vordergrund. In seiner Vorstellung, die inhaltlich stark der Keynote von New York ähnelte, ging der Apple Chef erstmals auch auf neue Lokalisierungen für Jaguar ein. So sollen die praktischen Services von Sherlock 3 auch europäischen Anwendern zur Verfügung stehen. Passend zur Veranstaltung in Paris können unsere Nachbarn deshalb bereits per Sherlock auf Ebay zugreifen und sich über Börsengeschäfte informieren.
In seinem 90 Minuten langen Vortrag unterstrich Jobs nach der Präsentation von iChat, iCal und iSync noch einmal die erfolgreich Umsetzung seiner Digital-Hub-Programme: "Es gibt nichts vergleichbares für den PC".

Gute Nachrichten für Freunde elektronischer Kalender: Das in New York erstmals vorgestellte Programm iCal ist ab sofort erhältlich. Zwar ist der Kalender kostenlos, er setzt aber Mac-OS X 10.2 voraus. Der Download hat eine Größe von 6,2 MB.
Auch das Programm iSync ist bald fertig. Das Programm ermöglich den automatischen Abgleich zwischen Mac und externen Geräten wie Handy oder iPod. Bis Ende des Monats soll eine Betaversion verfügbar sein.

Quicktime 6 verbucht Apple als Erfolg. Insgesamt 20 Millionen Anwender haben die Multimediasoftware in den sechs Wochen seit deren Erscheinen von Apples Servern geladen.

Um ein externes Gerät, etwa einen Netzwerkdrucker automatisch zu erkennen, setzt Apple auf die Technologie Rendezvous. Wie heute stolz verkündet wurde, werden Firmen wie Philips, Canon, Xerox, Sybase und World Book auf die Netzwerktechnologie setzen. Auch ein Vertreter von Philips kam zu Wort. Wie Gerard Kleisterlee, CEO von Royal Philips Electronics erklärte, eignet sich die Technologie auch für Heimanwender. So soll es etwa möglich sein, "Musik in iTunes auf dem Mac über die Philips Stereoanlage im Wohnzimmer abspielen zu lassen oder Fotos in iPhoto als Diashow auf dem Philips Flachbildschirm-TV anzuschauen"

Wenig Begeisterung bei Mac-OS-X-Verächtern wird aber eine weitere Ankündigung auslösen: Ab Januar sollen neu ausgelieferte Macs nicht mehr in Mac-OS 9 booten können. Laut Jobs steht für Mac-OS 9 die Classicumgebung zur Verfügung: "Ab sofort ist es für Apple und unsere Third-Party-Entwickler an der Zeit, unsere Ressourcen ausschließlich auf
Mac OS X zu konzentrieren und diese nicht auf zwei unterschiedliche
Betriebssysteme zu verteilen." Zumindest die Sicherheit des Macs wird dadurch wohl stark verbessert. Schließlich ist es bisher immer noch möglich, einen Rechner mit Mac-OS 9 zu booten und an alle unter Mac-OS X geschützten Dateien heranzukommen. Kann man nicht in Mac-OS 9 booten, ist dies nicht mehr möglich.

Stephan Wiesend

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