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Kickstarter-Projekt: Scio analysiert Gemüse und Medikamente

07.05.2014 | 09:04 Uhr |

Scio heißt auf Lateinisch ”Ich weiß”. Der Mini-Spektrometer soll zahlreiche Stoffe und Objekte auf deren chemischen Bestandteile analysieren können.

Wer kennt nicht die berühmten Tricorder aus Star Trek, die man einfach in Richtung eines Objekts oder Lebewesens hält, um kurz darauf auf einem kleinen Display dessen chemische Zusammensetzung und physikalischen Werte zu erhalten. Das Kickstarter-Projekt Scio nähert sich dem schon deutlich an, wenn man der Werbung der Entwickler vertrauen darf. So analysiert es als schmaler Spektrometer per Infrarotstrahlenmessung die Aktivität der Moleküle eines Objekts und kann in kurzer Zeit etwa die Lebensmittelzusammensetzung von Salat, Obst oder Käse auf dem per Bluetooth 4.0 LE verbundenen iPhone bekannt geben. Dafür gibt es eine entsprechende App, auf der die Werte dargestellt und analysiert werden. Auch der Reifegrad einer Avocado lasse sich durch die Schale hindurch feststellen, ebenso wie die Qualität von Öl zum Braten oder das Wohlbefinden der Pflanzen, die man pflegt. Selbst Medikamente sollen hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung kein Problem für Scio sein.

Als ”sechsten Sinn" bezeichnen dieAnbieter ihr handliches Gerät , das sogar noch etwas schmaler ist als ein Star Trek-Tricorder – dafür aber natürlich noch nicht ganz so viel vermag. Immerhin, wenn sich Scio als so leistungsfähig herausstellt, wie die Entwickler es anpreisen, wäre dies ein großer Schritt in dieser Richtung.

Bei Kickstarter ist die minimale Summe von 200.000 US-Dollar längst um das Mehrfache übertroffen und nähert sich der Grenze von 1 Million US-Dollar. Auf der Website gibt es animierte Beispiele und Videos zu dem Projekt. Dort lassen sich auch genauere technische Daten und andere Spezifikationen wie Größe und Gewicht in Erfahrung bringen. Aufgeladen wird das kleine Gerät per USB, die Batterie soll dann eine Woche lang hatten. Die Messzeit für unterstützte Objekte per Nahinfrarot-Spektroskopie soll sich lediglich auf ein bis zwei Sekunden belaufen. Über die Genauigkeit dieser Analysen lässt sich jetzt freilich noch nichts Konkretes sagen.

Als Erscheinungstermin für das finale Produkt geben die Anbieter Dezember 2014 an. Unterstützt werden iOS-Geräte wie iPhones ab 4S und iPads ab der dritten Generation, auch Android-Smartphones mit entsprechender Ausstattung sind geeignet. Kosten soll Scio voraussichtlich um die 300 US-Dollar.

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