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Amazons E-Bookreader Kindle verkauft sich schleppend

04.02.2009 | 14:03 Uhr |

Es soll das für Bücher werden, was der iPod für die Musik ist: Immer dabei, viel abWechslung und nicht zuletzt: ein Lifestyle-Gadget. Doch trotz des Medienrummels verkauft sich der Kindle in den USA kaum.

Amazon Kindle
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Laut dem Analysten Mark Mahaney von der Citigroup hat Amazon im ersten Jahr gerade einmal 500.000 Exemplare des E-Bookreaders Kindle verkauft. In Relation zu den Erwartungen ist dies eine Enttäuschung. Medien und Wirtschaftsexperten hatten das Gerät als "iPod der Bücher" gefeiert und eine ähnliche Marktentwicklung wie bei Apples Musikplayern erwartet. Diese Erwartungen erweisen sich jetzt als falsch. Mit einer halben Million verkaufter Geräte sind die Absatzzahlen des Kindle gerade einmal halb so hoch wie beim Zune , dem erfolglosen "iPod-Killer" von Microsoft. Von iPod-Hype keine Spur.

Die Startvorraussetzungen des Kindle waren grundsätzlich gut: Amazon ist eine etablierte Größe im Buchhandel, Medien und Analysten bejubelten den Kindle und zuvor gab es noch kaum nennenswerte E-Bookreader auf dem Markt. Nur die Käufer sehen dies offenbar anders. Der Markt scheint die elektronischen Bücher nicht zu akzeptieren. Vielleicht ist es der Preis, vielleicht möchten die Menschen kein weiteres Gerät herum tragen oder lesen lieber auf echtem Papier.

Amazon verlangt für den Kindle in den USA derzeit 360 Dollar. Bücher kostet im "Kindle Store" meist etwa zehn Dollar. zusätzlich kann der Nutzer Blogs, Tageszeitungen und Magazine am Schwarzweiß-Bildschirm lesen. Der Kindle verbindet sich über das Mobilfunknetz mit dem Internet. In Deutschland ist der Kindle noch nicht erhältlich. Sony und das deutsche Unternehmen Txtr wollen jedoch schon bald erste E-Bookreader auf den Markt bringen. Der Erfolg wird unter anderem auch davon abhängen, obe die Buchpreisbindung auf für E-Books gelten wird. Sehr günstige digitale Bücher könnten für viele Nutzer ein Anreiz sein.

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