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Kindle für iOS umgeht mit Leseproben Apples In-App-Kauf

31.07.2013 | 12:40 Uhr |

Freunde elektronischer Bücher schätzen die Kindle-App von Amazon wegen des im Vergleich zum iBookstore größeren Angebots und der Synchronisation zu Kindle-Lesegeräten.

In der neuesten Version der iOS-App hat Amazon nun ein Manko beseitigt, das mit der von Apple eingeforderten Umsatzbeteiligung zusammen hing: Ab sofort gibt es auch kostenlose Leseproben. 

Bei In-App-Kauf eines kostenlosen Buches entfällt die an Apple abzuführende 30prozentige Beteiligung, der Anbieter des App Stores hält erst die Hand auf, würde man die Leseprobe wie im iBookstore bekannt zur Vollversion upgraden. Amazon löst dies jedoch anders, legal, wenn auch nicht im Sinne des Erfinders: Statt einen Link zum Download des Buches präsentiert die Leseprobe eine Option, über die man sich per E-Mail einen Link in den Amazon Store zusenden lassen kann, wo man dann das Buch erwirbt.

Ist der Kaufvorgang auf der Seite von Amazon abgeschlossen, lässt sich nun neben die Leseprobe das komplette Buch laden. Stöbern im Store lässt die App weiterhin nicht zu, über die Suche kommt man jedoch nicht mehr nur zu den bereits gekauften Büchern, sondern auch zu weiteren kostenlosen Leseproben. Auf der letzten Seite eines Buches bietet die App Leseproben und Kauflinks zu weiteren Büchern des Autoren oder ähnlichen Büchern. Da die neue Version der Kindle-App den Prüfungsprozess überstanden hat, dürfte Apple an diesem Vorgehen keinen Regelbruch gefunden haben oder derzeit vorsichtig agieren, wenn es um Wettbewerb im E-Book-Markt geht.

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