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Kino auf dem Powerbook

02.07.2004 | 10:32 Uhr |

Unter dem Motto Moving Postproduction Forward präsentierte Apple auf dem Münchener Filmfest.

Seit 1999 ist Final Cut Pro auf dem Markt, nach aktuellen Untersuchungen arbeiten mittlerweile 250.000 Cutter mit dem Schnittprogramm von Apple. Kein Wunder, dass auch bei der Präsentation auf dem Filmfest Final Cut Pro und seine neuen HD-Fähigkeiten Hauptthema waren - auch wenn es seit der NAB in Las Vegas kaum Neuigkeiten zu melden gibt. Die Veranstaltung in der Blackbox am Gasteig war nur mäßig besucht, was vielleicht auch daran lag, dass die Veranstaltung nicht auf Apples Homepage angekündigt war.

Final Cut Pro scheint sich weiterhin als feste Größe zu etablieren; so verwies Apple Business Development Manager Stephan Buchmann auf den ersten komplett mit Final Cut Pro erstellten Kinofilm Cold Mountain - eine 80 Millionen Dollar Produktion des Studios Miramax.
Aber auch in der deutschen Fernsehlandschaft gibt es mit RTL Kreativ, MTVs On Air Promotion und Puls TV Wien neue Referenzkunden.

Neu für HD-Interessierte ist vielleicht der endgültige Preis für die Decklink HD von Blackmagic, eine unauffällige PCI-Karte, die für knapp 1.000 Euro unkomprimierten HD-Schnitt erlaubt. Per Firewire-Schnittstelle ist schließlich nur die Arbeit mit DVCPro HD möglicht. Bei der Decklink handelt es sich übrigens eine der ersten PCI-X-Karten für den G5, an einer PCI-Schnittstelle wird nur SD-Video unterstützt. Die G5-Einstiegsmodelle bleiben hier also außen vor. Bisher hatte Blackmagic einen Preis von 2.000 US-Dollar verlangt, und vor kurzem wurde den Preis auf 1.000 US-Dollar reduziert.

HD ist zwar bisher nur in den USA und Japan sehr wichtig, nach Einschätzung der Referenten könnte aber bereits für die nächste Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland HD ein Thema werden. Bei seinen Schnittlösungen argumentiert Apple sehr stark mit dem Preis. Ist doch Final Cut Pro HD inklusive passender Hardware für 6.000 Euro zu haben - momentan die günstigste Einstiegsmöglichkeit in den HD-Schnitt. Im Vergleich zu einem HD-Monitor sind schließlich sogar die 23-Zoll Cinema-Displays konkurrenzlos billig.

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