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Apple reicht Gegenklage gegen Nokia ein

14.12.2009 | 11:35 Uhr |

Nokia klagte wegen zehn Fällen von Patentrechtverletzung, Apple antwortet nun mit gleich dreizehn Fällen von Lizenzverstoß durch Nokia. Was im Moment nach großer Auseinandersetzung aussieht endet aber meist nach lautem Säbelrasseln auf beiden Seiten mit einer außergerichtlichen Einigung.

Gericht-Urteil
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Apple hat am letzten Freitag eine Gegenklage zu Nokias Patentstreit eingereicht. Nokia hatte im Oktober Apple angeklagt , weil das iPhone gleich zehn Technologien einsetzt, die das finnische Unternehmen patentiert hat. Darunter befinden sich einige grundlegende Handy-Technologien, wie zum Beispiel die Schnittstelle zur Nutzung eines GSM-Netzes, oder Protokolle zur Datenübertragung oder Sprachkodierung.

Apple holt nun zu einem Gegenschlag aus und hat eine Klageschrift verfasst, in dem Nokia 13 Patentsverletzungen vorgeworfen werden. Die Pressemitteilung auf Apples Webseite listet keine Einzelheiten, sondern fasst die Klage in einer Stellungsnahme des Vizepräsidenten Bruce Sewell zusammen: "Um mit Apple konkurrieren zu können müssen Wettbewerber ihre eigene Technologien entwickeln und nicht einfach die von Apple stehlen", zitiert die Pressemitteilung Sewell.

Apples Gegenklage im Rechtsstreit mit Nokia war voraussehbar. Klagen mit Patentverletzungen werden meist von beiden Parteien aufsummiert und eingereicht, bis schließlich die Streiter sich in der Regel außergerichtlich einigen. Mit der auftrumpfenden Gegenklage beweist Apple jedoch ein großes Interesse, auch weiterhin in den Smartphone-Markt zu investieren und zu expandieren.

Ein weiterer Patentrechtsstreit ging Anfang letzter Woche zugunsten der Gegenpartei aus. Wegen Patentverletzungen wurde Apple zur Schadensersatzzahlung von 21,5 Millionen US-Dollar an den Speicherchip-Hersteller Opti verurteilt.

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