1048378

Erste Sammelklage gegen Apple wegen Tracking

27.04.2011 | 09:36 Uhr |

Der Druck auf Apple wächst von judikativer und legislativer Seite. Bis auf ein kurzes inoffizielles Dementi von Steve Jobs war in Sache aus Cupertino noch nichts zu hören.

iPhone Tracker
Vergrößern iPhone Tracker

Von den Berichten über von iOS gespeicherte Ortsdaten aufgeschreckt, haben in den USA ist schon Ende vergangener Woche ein iPhone-Besitzer aus Florida und ein iPad-Nutzer aus New York gegen Apple eine Klage eingereicht, berichtet Bloomberg News. Das Gericht soll Apple nach Forderung der Kläger Apple das Sammeln derartiger Daten verbieten. Insbesondere habe man in der Klage vermerkt, dass Apple jederzeit und an jedem Ort von den Nutzern seiner Geräte die Ortungsdaten aufzeichnet, erklärt der Klägeranwalt Aaron Meyer. Eine derartige Überwachung dürfe nur ein Staatsanwalt anordnen, Apple nehme sich dieses Recht einfach heraus.

Auch die Legislative übt Druck auf Cupertino aus: Der Senator aus Minnesota Al Franken und die Generalstaatsanwältin von Illinois Lisa Madigan haben Apple und auch Google aufgefordert, mehr Informationen zur Sammlung von Ortungsdaten offen zu legen. Madigan will von Apple und Google etwa wissen, ob Kunden darüber informiert seien, welche Daten für wie lange gespeichert würden und was mit den Daten geschehe. Der Senator Franken hat Vertrete von Google und Apple am 10. Mai zu einer Anhörung zum Thema eingeladen. Am 10. Mai will auch der Landesamt für Datenschutz in Bayern Antwort von Apple haben, das seine deutsche Niederlassung in der bayerischen Landeshauptstadt München unterhält.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1048378