1510493

Google Swiffy verwandelt Flash-Inhalte in HTML5

03.07.2012 | 10:00 Uhr |

Wer sicherstellen will, dass sich Flash-Inhalte auch auf iOS-Plattformen betrachten lassen, sollte sich das Konverter-Tool "Swiffy" ansehen.

Mittlerweile dürften die meisten Benutzer gemerkt haben, dass die beliebten mobilen Geräte von Apple die Flash-Technik von Adobe nicht unterstützen. Steve Jobs höchstpersönlich begründete 2010 in einem offenen Brief diese Entscheidung und sagte damit dem Multimedia-Software-Anbieter den Kampf an. Auch wenn nicht alle Argumente in dem Schreiben stichhaltig waren - mit dem massiven Erfolg der iOS-Plattform sehen sich viele Website-Betreiber zunehmend gezwungen, ihre Flash-basierenden Seiten durch HTML zu ersetzen.

Hier kommt Google mit seinem kostenlosen Tool " Swiffy " ins Spiel. Die Software ist in zwei Varianten erhältlich: als Online-Tool und als Plug-in für Adobe Flash Professional (ab Version CS4). In beiden Fällen konvertiert das Werkzeug kompilierte Flash-Programme in Form von SWF-Dateien nach HTML.

Konvertierung in zwei Phasen

Wie Google auf der Projekt-Website erklärt, erfolgt die Konvertierung in zwei Phasen. Zunächst wird aus der originalen SWF-Datei ein JSON-Dokument (Javascript Object Notation) erstellt. Aus dem JSON-Objekt erstellt dann eine Client-seitige Javascript-Runtime eine entsprechende Animation auf Basis von Vektorgrafiken (SVG), HTML und CSS. Das funktioniert in den meisten Fällen überraschend gut. Leider lassen sich komplexe Flash-Animation aber nicht perfekt in HTML umwandeln, denn einige Flash-Funktionen werden von der Google-Lösung nicht unterstützt.

Auf der Projekt-Website können Interessierte erfahren, mit welchen Flash-Features Swiffy zurechtkommt.

ComputerWoche-Fazit: Es wäre naiv zu erwarten, dass jede beliebige Flash-Animation mit einem Klick eins zu eins in HTML5 überführt werden könnte. Doch mit Swiffy hat Google ein mächtiges Tool entwickelt, das diese komplexe Übertragungsaufgabe überraschend gut lösen kann.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1510493