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Klicks auf Google-Anzeigen in den USA auch im März schwach

17.04.2008 | 09:45 Uhr |

Amerikanische Google-Nutzer haben auch im März nur zögerlich auf Anzeigen neben den Suchergebnissen geklickt und damit Sorgen um das Wachstumstempo des führenden Internet-Konzerns genährt.

Die Zahl der Klicks auf die Anzeigen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 2,7 Prozent, wie das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen ComScore berichtete. Damit habe das Geschäft, das einen Großteil der Google- Erlöse ausmacht, im gesamten ersten Quartal nur um 1,8 Prozent zugelegt.

Im Schlussquartal 2007 hatte es noch ein Wachstum von 25 Prozent gegeben nach 48 Prozent im dritten Vierteljahr. Schon im Januar und Februar hatten schlechte Klick-Ergebnisse die Branche aufgeschreckt und die Google-Aktie auf Talfahrt geschickt. Einige Experten interpretieren dies als Bremsspuren der schwachen US- Konjunktur. Google selbst führte den Rückgang dagegen unter anderem auf Maßnahmen gegen ungewollte Zufallsklicks zurück.

Die Zahlen zu den Anzeigen-Klicks legt comScore nur seinen Kunden offen. Sie gelangen dann erst über Analysten- oder Medienberichte an die Öffentlichkeit. Schon nach der Aufregung um die Januar-Zahlen hatte comScore betont, die Klickrate allein erlaube keinen Rückschluss auf den Geschäftsverlauf, weil bei der Analyse die Google-Anzeigenpreise nicht berücksichtigt würden. Ähnlich hatten auch Google-Manager argumentiert: Die Beschränkung der Zufallsklicks solle es erlauben, die Preise zu erhöhen. Google bekommt Geld von den Werbetreibenden, wenn Internet-Nutzer auf deren Anzeigen klicken. Google legt seine Zahlen zum ersten Quartal nach US-Börsenschluss am Donnerstag vor. (dpa)

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