965198

Know-How: Schriften unter Mac-OS X

26.02.2007 | 13:31 Uhr |

Für viele Anwender ist die Schriftverwaltung unter Mac-OS X immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Wer weiß, wie sie funktioniert, kann sich eine maßgeschneiderte Schriftverwaltung für die wichtigsten Applikationen einrichten.

Trotz aller Vorbehalte erweist sich insbesondere bei der Verwaltung von Schriftfonts, dass Mac-OS 9 im Vergleich zu Mac-OS X ein technologischer Dinosaurier ist. Die Schwierigkeiten für den Anwender resultieren aus der Tatsache, dass das moderne Mac-Betriebssystem anders als sein Vorgänger nicht einen, sondern mehrere unterschiedliche Aufbewahrungsstätten für Schriften kennt. Zusätzlich für Verwirrung sorgt insbesondere die Tatsache, dass nicht nur das System unterschiedliche Ordner für Fonts anlegt, sondern auch einzelne Applikationen. Bevor wir Lösungsstrategien für eine wirklich maßgeschneiderte Schriftverwaltung vorschlagen, ist es nützlich, sich die Mac-OS-X-eigene Ablageweise für Schriften näher anzuschauen.

Zentrale und lokale Schriften

Aufbewahrungsorte: für Systemschriften System/Library, Library, User/Library und Systemordner/ Zeichensätze.
Vergrößern Aufbewahrungsorte: für Systemschriften System/Library, Library, User/Library und Systemordner/ Zeichensätze.

Als echtes Mehrbenutzersystem offeriert Mac-OS X nicht einen, sondern mehrere unterschiedliche Ordner für Schriftfonts. Im wesentlichen sind das diese vier:

– der Ordner „Fonts“ unter „System/Library“

– der Ordner „Fonts“ im Ordner „Library“

– der Ordner „Fonts“ im jeweiligen Verzeichnis „Benutzer/Benutzerxy/Library“ und schließlich

– der Ordner „Zeichensätze“ im Systemordner der Classic-Umgebung.

Die Crux: In all diesen Ordnern lagert Mac-OS X Zeichensätze. Mit Ausnahme der Schriften im Ordner „Zeichensätze“ der Classic-Umgebung erscheinen die Zeichensätze auch in den Schriften-Menüs geöffneter Applikationen. Für die tägliche Arbeit sind die installierten Schriften unterschiedlich wichtig. Während einige wenige tatsächlich unumgänglich sind für das Handhaben von Betriebssystem und Programmen, handelt es sich bei anderen lediglich um optionale Schriften für die Systemumgebung oder einfach um zusätzliche Fonts zum Arbeiten. Vom Volumen her nimmt die letzte Gruppe den größten Raum ein. Das Problem: Während die optionalen Systemschriften für semiprofessionelle Anwender einen Grundstock frei verfügbarer Schriften zur Verfügung stellen und grundsätzlich gesehen eine prima Sache sind, stiften sie in professionellen Medienproduktionsumgebungen hauptsächlich Verwirrung. Sehen wir uns das Inventar der einzelnen Ordner an.

0 Kommentare zu diesem Artikel
965198