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Know-how: Farbmanagement für Digitalfotografen

24.09.2007 | 14:10 Uhr |

Ein Foto sollte auf dem Display möglichst neutral erscheinen und auch im Ausdruck die gewünschten Farben zeigen. Dazu bedarf es des richtigen Umgangs mit den Farbeinstellungen des Geräts – Farbmanagement genannt. Wir zeigen hier für semiprofessionelle Anwender und engagierte Fotoamateure, was es zu beachten gibt.

Fehlfarben: Was hier plakativ gezeigt wird, entspricht dem Alltag: Die unkorrigierte rechte Bildschirmhälfte beeindruckt durch satte Farben und starken Kontrast – farbverbindlich wie die linke Hälfte ist diese Ansicht nicht.
Vergrößern Fehlfarben: Was hier plakativ gezeigt wird, entspricht dem Alltag: Die unkorrigierte rechte Bildschirmhälfte beeindruckt durch satte Farben und starken Kontrast – farbverbindlich wie die linke Hälfte ist diese Ansicht nicht.

Licht ist das wichtigste Stilmittel des Fotografen, seien es kühler Klinik-Look bei Neonschein oder warme, gefällige Portraits unter Nachmittagssonne. Doch nur hier ist erwünscht, dass Farben unter unterschiedlichen Lichtbedingungen unterschiedlich aussehen. Licht ist nicht die einzige Variable in der Kette von Aufnahme, Prüfung und Ausgabe eines Fotos. Denn die für die genannten Schritte verwendeten Geräte unterliegen teils starken Schwankungen in der Farbdarstellung. Ist ein Monitor falsch oder gar nicht profiliert, stellt er die Fotos nicht korrekt dar. Wenn man sich auf diese Darstellung verlässt, korrigiert man die Fotos falsch und druckt sie in der Vermutung aus, dass die Farben nun stimmen. Ist auch der Drucker nicht optimal eingestellt, wird man mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Bevor man an der Qualität der Kameraausrüstung und/oder des Druckers zweifelt, sollte man die Farben, so gut es geht, kontrollieren, sprich ein Farbmanagement installieren. Für den professionellen Einsatz ist durchgehendes Farbmanagement unerlässlich, schon um hohe Kosten für Reklamationen bei farbfalschen Aufnahmen zu vermeiden. Professionelle Farbmanagement-Lösungen kosten jenseits der tausend Euro – zu teuer für engagierte Amateure oder gelegentliche Profi- Fotografen. Für gute und nahezu farbverbindliche Ergebnisse braucht es indes keine teure Farbmanagement- Systeme. Mit den Bordmitteln des Mac- OS erreicht man selbst für gehobene Bedürfnisse gute Resultate.

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