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Kolumne: Apples Waterloo

10.05.2002 | 15:04 Uhr |

Immer lesenswert, wenn auch manchmal zu phantasievoll sind die "Byte of the Apple" -Kolumnen des Business Week Autoren Charles Haddad. In seinem jüngsten beitrag mit dem Titel "Apples Gegenangriff in den Klassenzimmern" vergleicht Haddad die Situation auf dem Bildungsmarkt mit der Schlacht von Waterloo. Dabei sei jedoch noch völlig offen, ob der Mac-Hersteller die Rolle Napoleons oder die des Sieger Wellington einnehmen werde. Die Schlacht auf dem Bildungsmarkt dürfe Apple jedoch "keineswegs verlieren". Apple halte nach wie vor im Bildungsmarkt den größten Anteil, in US-Schulen sei der Mac zu über 50 Prozent vertreten. Die Position errodiere jedoch stark, mit Dell als Speerspitze jagen PC-Hersteller dem Mac immer mehr Marktanteile ab. Glücklicherweise würfen Schulen nie etwas weg und arbeitetten teilweise immer noch mit ihren Apple-Rechnern aus den späten Siebzigern, weswegen Cupertino bei der installierten Basis einen stabilen Vorsprung behalten werde. Die Preissenkung für den CRT-iMac und die Einführung eines subventionierten eMac wolle Apple aber dazu nutzen, den Angriff der Dell und Co. abzuwehren. Der Preis allein mache es jedoch nicht aus. "Apple muss den Mac für Schulen so notwendig wie Tafeln und Kreide machen," fordert Haddad. Mit Power School sei die Jobs-Company aber dabei, andere zu übertreffen. Wenn es Apple nicht gelänge, mit über den Preis hinausgehenden Argumenten neue Kunden in den Schulen zu gewinnen, so könne sich der Bildungsmarkt als das Schlachtfeld erweisen, auf dem "Marschall Jobs seine größte Niederlage erleiden musste." pm

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