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Kommentar: Apples Problem mit Roxio

21.05.2003 | 12:45 Uhr |

Mit der Übernahme von Pressplay und dem damit verbundenen Neustart von Roxio könnte Apple schon bald eine neue Hoffnung verlieren.

Apple ist zum "weltweit größten Online-Musik-Unternehmen geworden" kommentiert Steve Jobs sein erfolgreiches Debüt im Entertainment-Markt. Doch dieses Jahr entscheidet darüber, ob das auch weiterhin so bleibt. Roxio hat mit Napster und Pressplay die besseren Karten im wesentlich größeren Windows-Markt. Sollte sich Apple zu lange Zeit lassen, iTunes für Windows zu lancieren, könnten andere das größere Stück vom Kuchen abgreifen. Die Plattenlabels beschweren sich jedenfalls nicht über weitere Absatzkanäle. Und mag der Music Store für die Musikindustrie ein Testballon gewesen sein, hat er für Apple strategische Bedeutung.

Schließlich leidet das Kerngeschäft in den letzten Jahren stark unter der Medienkrise und dem technischen Rückstand der Hardware. Da kommt ein neues, Erfolg versprechendes Geschäftsfeld gelegen. Zugleich ginge von einem lokalisierten Music Store ein Signal für den schwächelnden Markt in Europa aus. Denn damit gewinnt die Mac-Plattform einen handfesten Vorteil, dessen Nutzen Apple bereits in Amerika zum Erfolg gereichte und die Mac-Anwender endlich aus der illegalen Musiktausch-Ecke geholt hat.

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