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Kommentar: Der iMac startet durch

29.09.2004 | 10:38 Uhr |

Einige Designfans waren zwar enttäuscht, der neue iMac verkauft sich aber blendend.

Die ersten iMacs G5 sind jetzt bei den Fachhändlern zu besichtigen oder sogar bei den Kunden eingetroffen. Bis auf einige Modelle mit "zirpendem" Netzteil gab es erfreulicherweise keine Klagen zu hören - alle Käufer scheinen mit ihren Geräten sehr zufrieden zu sein. Einige Geräte hatten laut Forenberichten in den USA zu laute Lüfter, offenbar sind dies aber Einzelfälle. Auch die meisten Besucher bei Gravis und Co waren von dem Gerät offenbar recht angetan.
Es gibt zwar noch keine offiziellen Zahlen, die iMacs verkaufen sich aber nach Quellen in den USA und Japan wie warme Semmeln. So belegt der iMac G5 bei der amerikanischen Amazon-Liste der meistverkauften Desktops die ersten drei Plätze - bei Markteinführung des letzten iMacs waren die Käufer hier weit zurückhaltender Der 20-Zoll-iMac kostet bei Amazon übrigens 1800 US-Dollar ohne Steuern. In Japan hat es der G5-iMac in einer Liste der meistverkauften Desktops auf einen der ersten zehn Plätze gebracht und der deutsche Apple-Store verkauft laut Top-Seller-Liste mehr iMacs als iPods.

Dabei ist das Design eines der langweiligsten, das Apple je präsentiert hat.

So mancher verwöhnte Apple-Fan war bei der Vorstellung des iMacs G5 vom Design etwas enttäuscht. Unterhalb des Bildschirms fällt eine unproportioniert große, weiß spiegelnde leere Fläche ins Auge und das Gehäuse wirkt im Vergleich zu den Apple-TFTs recht einfach. Viele Mac-Fans äußerten sich in Foren deshalb enttäuscht über das recht flächige Design des neuesten iMac. Anders als bei der "Schreibtischlampe" und der "Käsereibe" gibt es ja auch immer noch keinen weit verbreiteten Spitznamen für den neuen iMac. Vielleicht lag es ja am nüchternen Phil Schiller, der den iMac erstmals präsentierte? Wahrscheinlich hätte es der verhinderte Steve Jobs geschafft, die Besucher der Keynote stärker für das neue Produkt zu begeistern.

Interessanterweise waren die Reaktionen im PC-Lager weit positiver als bei manchen Apple-Seiten, wie unlängst ein Artikel von PC Mag zeigte . Offenbar ist man dort weniger von Design-Preisen oder Ehrenplätzen im Museum of Modern Art zu beeindrucken als mit inneren Werten. Das Gerät hat schick, aber preiswert zu sein! Laut Gerüchten soll ja allein der schwenkbare Monitorarm den G4-iMac 200 bis 300 Dollar teurer gemacht haben - ein Preis den die Kunden nicht mehr zahlen wollen. Auf den zweiten Blick wirkt das Design des neuen iMacs auch weit ansprechender als auf Apples Produktfotos. Er passt in jede Wohnung, spielt sich nicht in den Vordergrund, und man hat nicht den Eindruck vor einem modernen Kunstwerk zu sitzen. Will man Aluminum-Haptik, kann man sich ja ein Powerbook oder einen Power Mac kaufen.

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