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Kommentar: Dreister Versuch

22.03.2005 | 13:00 Uhr |

Der taiwanesische Hersteller Luxpro hatte nie vor, ein Plagiat des iPod-Shuffle zu produzieren, sondern nur einen PR-Gag im Sinn.

Die Kollegen von macnews.de haben es gestern berichtet:

Nur ein PR-Gag sei der Super Shuffle gewesen, den Luxpro auf der Cebit vorgestellt hat, behauptet Jack Campbell von DVForge gegenüber Engadget. In einer E-Mail hätte die Vertriebsmanagerin des taiwanesischen Unternehmens, Daisy Lee, erklärt, man habe die iPod-Shuffle-Kopie niemals in großen Stückzahlen produzieren wollen. Luxpro habe lediglich Aufmerksamkeit gesucht, um Investoren anzulocken, welche die Technik des Super Shuffle in ein eigenes Design bauen wolle.

Markenhersteller wie Apple haben seit jeher das Problem der Trittbrettfahrer, die mit dem guten Ruf einer Marke ihre eigenen Zwecke verfolgen. Besonders dreist erschien der Super Shuffle, die annähernde 1:1-Kopie vom Markt auszuschließen, wäre ein Leichtes gewesen. Apple hatte in der Vergangenheit schon Prozesse gegen Hersteller von weniger offensichtlichen Plagiaten gewonnen. Nun erweist sich der Super Shuffle als ein um drei Wochen vorgezogener April-Scherz, über den man aber nicht lachen kann. Luxpro hat weniger der Marke Apple geschadet, sondern anderen bislang unbekannten Chip-Herstellern, die auf der Cebit weniger Aufmerksamkeit erhielten als die PR-Witzbolde aus Taiwan. Apples Justitiare sollten auch im Sinne der derart betrogenen Firmen den Fall des Markenmissbrauchs durch Luxpro weiter verfolgen.

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