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Kommentar: Microsoft stiftet Schulen kostenlose Software

21.11.2001 | 00:00 Uhr |

Als Strafe für Verstöße gegen das Kartellrecht wird Microsoft 14 000 amerikanische Schulen mit PCs und Software ausstatten

Als Ergebnis einer außergerichtlichen Einigung wird Microsoft in den nächsten fünf Jahren für etwa eine Milliarde Dollar amerikanische Schulen mit Hard- und Software ausstatten. Davon verteilt sich die Hälfte auf Hardware, Support und Training, die andere Hälfte auf Software. In Genuss des Programms kommen Schulen mit besonders geringen finanziellen Mitteln.
Eine letzte richterliche Entscheidung steht noch aus, dann sind nach dem Verfahren gegen des amerikanischen Staat auch die überwiegende Anzahl der Privatklagen vom Tisch.
Richtig gehört, wegen Verstoßes gegen das Kartellrecht stattet jetzt das Unternehmen etwa 14 000 amerikanische Schulen mit Microsoft-Software aus. 400 000 Lehrer bekommen kostenloses Windows-Training, etwa 7 Millionen Schüler dürfen Microsoft-Software kennenlernen.
Kritiker des Programms haben bereits eingewandt, dass der amerikanische Bildungsmarkt bisher der einzige Bereich, in dem Microsofts Konkurrent Apple sich erfolgreich behauptet. Zwar können örtliche Schulen zwischen Microsoft und alternativen Anbietern wählen, aber technische Unterstützung und Training greifen sehr stark auf MS-Ressourcen zurück. Ein Schulleiter, der vor der Wahl steht wird wohl eher die Intel-Windows-Kombination wählen.
Auch für Macs will Microsoft Software anbieten, allerdings bedeutet Schulunterricht in Office 2001 und Outlook wohl ebenfalls nicht unbedingt eine Gefährdung der Microsoft-Dominanz. Für Apple sind dies jedenfalls keine guten Nachrichten.

Ein interessanter Vorschlag kam übrigens jetzt von Red Hat Linux: Microsoft soll ausschließlich Hardware liefern, Red Hat würde kostenlos Linux-Betriebssysteme und Büroprogramme liefern.

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