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30.05.2000 | 00:00 Uhr |

Gebe Gott, dass Steve Jobs auf der Macworld Expo im Juli Macs mit ATIs neuem Radeon-Grafikchip aus dem Hut zaubert. Ansonsten müssen sich die bereits als Taktraten-Habenichtse verlachten Mac-Anwender bald noch Häme wegen der 3D-Leistung ihrer Rechner gefallen lassen. Als der G4 vor zehn Monaten auftauchte, war er der erste Rechner mit einer Rage- AGP-Karte. Bald ist er der Letzte, der sie noch einsetzt. Dabei könnte der Mac in Sachen 3D schon jetzt ganz vorn mitspielen.

Andere PC-Produzenten machen es vor. So bindet sich beispielsweise auch der ewige Apple-Rivale Dell nicht an einen einzigen Grafikkartenzulieferer: Im Dell-Online-Store hat man bei der Konfiguration eines Heim-PCs die Wahl zwischen vier Karten von der untersten Schublade (soll heißen: ATI-Chip) bis zu feinster High-End-Beschleunigung (Nvidia).

Mitbewerber um die Apple-Store-Kundschaft wären jedenfalls da. 3dfx hat Apple angeboten, die Neuentwicklung Voodoo 5 auch als AGP-Karte für Macs herauszubringen, sobald im Apple Store keine geschlossene ATI-Veranstaltung mehr läuft. Bis dahin lohne sich nur der Bau von PCI-Karten für den Zweitmonitor.

Auch die für Apple wichtige DVI-Schnittstelle ist jetzt überall verbreitet. Die TFT-Studio-Displays lassen sich nur digital ansteuern, und dafür braucht es eine spezielle Grafikkarte. ATI hatte sie früh parat, inzwischen hat der Rest der Industrie nachgezogen. Voodoo-5-Karten für Macs bieten ab Werk DVI.

Apple täte gut daran, den Lieferanteneingang des Apple Store auch für andere Hersteller zu öffnen. ATI allein macht nicht glücklich. lf

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