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Kommunikation

21.12.2004 | 09:53 Uhr |

Mac-OS X 10.3 tauscht ohne Zusatzsoftware Daten mit Netzwerkteilnehmern aller wichtigen Betriebssysteme und lässt sich zudem leicht mit dem Internet verbinden.

Netzwerk: Mac-OS X bietet ohne jede Zusatzsoftware Zugriff auf alle wichtigen Netzwerkprotokolle und natürlich auch auf das Internet, traditionell oder per DSL.
Vergrößern Netzwerk: Mac-OS X bietet ohne jede Zusatzsoftware Zugriff auf alle wichtigen Netzwerkprotokolle und natürlich auch auf das Internet, traditionell oder per DSL.
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von Volker Riebartsch

APPLETALK UND TCP/IP erlaubten unter Mac-OS 9 die Kommunikation des Mac mit seinesgleichen und mit Internet-Diensten. Wer etwa Daten mit Kollegen austauschen wollte, die einen Windows-PC oder Linux-Rechner nutzen, musste Zusatzsoftware kaufen oder das Appletalk-Protokoll auf den fremden Maschinen installieren lassen. Außer rudimentären File- und Websharing-Diensten bietet Mac-OS 9 keine weiteren Serverdienste.
Ganz anders Mac-OS X 10.3: Dank im Lieferumfang enthaltener Clientsoftware funktioniert die Kommunikation im Netzwerk mit Macs und mit PCs anderer Plattformen über diverse Netzwerkprotokolle. Auch die Kommunikation über das Internet per Modem, ISDN oder DSL lässt sich unter Panther einfach einstellen und nutzen. Neben seiner Funktion als Client stellt Mac-OS X anderen Netzwerkteilnehmern und Nutzern aus dem Internet diverse Serverdienste zur Verfügung.

Netzwerk

Alle wichtigen Einstellungen zum Thema Kommunikation finden in der Systemeinstellung "Netzwerk" statt. Die Serverdienste des Mac sind ebenfalls in den Systemeinstellungen unter "Sharing" vorzunehmen. Mac-OS X bietet mit dem Konzept der "Umgebung" eine klasse Option. Hier lassen sich verschiedene Voreinstellungen treffen, etwa für die Arbeit im Firmennetzwerk, für unterwegs per Modem oder für zu Hause über DSL. Der Anwender kann zwischen den einzelnen Umgebungen im laufenden Betrieb wechseln. Beim Anlegen einer neuen Netzwerkverbindung ist zunächst im Klappmenü zu "Umgebung" eine neue anzulegen, unter "Zeigen" dann die Schnittstelle am Mac zu wählen, über die kommuniziert werden soll. Je nach Ausstattung des Mac stehen hier "Internes Modem", "Ethernet (integriert)" und "Airport" zur Verfügung. Um mit anderen Macs und Druckern im Netzwerk zu kommunizieren, müssen Sie zunächst die Ethernet-Schnittstelle konfigurieren und dementsprechend die Verbindungsart anwählen. Unter "IP4 konfigurieren" legen Sie danach fest, ob der Mac eine feste IP-Nummer zugeteilt bekommt oder ein DHCP-Server die Verteilung der IP-Adressen vornimmt. Auch wer nicht in einem Netzwerk arbeitet, aber den Mac direkt mit einem DSL-Modem verbindet, muss die Ethernet-Schnittstelle konfigurieren. In diesem Fall ist der Reiter "PPPoE" (Point-to-Point over Ethernet) zu wählen, um die Zugangs daten zum Internet einzutragen, die der Provider zur Verfügung stellt. Apple unterstützt PPPoE seit Mac-OS X, unter Mac-OS 9 musste man dafür noch zu Hilfsprogrammen greifen.
Besitzer eines Mac mit Airport-Karte finden eine zusätzliche Option zur Konfiguration ihres WLAN. Diese Schnittstelle lässt sich in der Netzwerkeinstellung über "Airport" konfigurieren.
Ob Kabel- oder Airport-Verbindung, in beiden Fällen kann der Benutzer über die Schaltfläche "AppleTalk" das Apple-Protokoll aktivieren. Das ist Pflicht, wenn Sie mit einem älteren Mac oder Drucker kommunizieren, der TCP/IP nicht unterstützt.
Wer zudem über einen Bluetooth-Adapter (integriert oder als USB-Gerät) verfügt, kann auch diese Schnittstelle konfigurieren. Hier stehen als Optionen die IP-Verbindung zu einem anderen Mac im Umkreis oder die mit einem Bluetooth-Modem zur Verfügung.
Neben den genannten Verbindungsarten ermöglicht das Mac-OS seit Panther noch die Kommunikation über Firewire und "6 zu 4", den kommenden Adressstandard, den Sie allerdings zurzeit noch nicht benötigen.

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